Seit 1998 beim Discounter

Streit mit den Aldi-Erben - Nord-Chef gibt den Posten auf

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Personal-Wechsel bei Aldi-Nord

Der Chef von Aldi Nord, Marc Heußinger, gibt überraschend seinen Posten auf. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend aus Unternehmenskreisen.

Essen - Zuvor hatte das „Manager Magazin“ (Online) darüber berichtet. Demnach soll Torsten Hufnagel sein Nachfolger werden, der bisher Heußingers Stellvertreter im Verwaltungsrat ist. Aldi Nord wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

Heußingers Vertrag war erst im November bis 2021 verlängert worden. Mit dem damals 45-Jährigen hatte Aldi Nord 2011 den Generationswechsel in der Chefetage vollzogen. Er arbeitete seit 1998 für den Discounter.

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Streit mit den Aldi-Erben

Wie das „Manager Magazin“ berichtete, habe ein Streit zwischen den Aldi-Erben Heußinger stark belastet. Das Unternehmen ist im Besitz von drei Stiftungen: der Markus- und der Lukas-Stiftung, die von der Gründerwitwe Cäcilie Albrecht und ihrem Sohn Theo Albrecht Junior kontrolliert werden, sowie der Jakobus-Stiftung, bei der Nachkommen von Theos 2012 gestorbenem Bruder Berthold das Sagen haben. Große Investitionen und wichtige Entscheidungen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden.

Der wahrscheinliche Heußinger-Nachfolger Hufnagel gilt laut „MM“ als Architekt eines milliardenschweren Umbauprojekts, mit dem Aldi Nord heller, freundlicher und auch ein Stück weit großzügiger werden will.

dpa

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