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Wieder Salmonellen: Schweizer Schoko-Riese muss Produktion stoppen

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Von: Thomas Schmidtutz

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Barry Callebaut-Werk in Wieze: Der Schokoladenriese hat die Produktion in seinem belgischen Werk nach der Entdeckung von Salmonellen eingestellt.
Barry Callebaut-Werk in Wieze: Der Schokoladenriese hat die Produktion in seinem belgischen Werk nach der Entdeckung von Salmonellen eingestellt. © Nicolas Maeterlinck/dpa

Wegen Salmonellen-Funden muss der Schweizer Schokoladen-Konzern Barry Callebout sein Werk in Belgien schließen.

München - Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat in seinem Werk im belgischen Wieze Salmonellen gefunden. Als „Vorsichtsmaßnahme“ habe man daraufhin die Produktion eingestellt und die Auslieferung unterbrochen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Zürich am Donnerstag mit. Derzeit wende man sich „an alle Kunden, die möglicherweise betroffene Produkte erhalten haben“, hieß es.

Barry Callebaut ist ein weltweit führender Anbieter von Schokolade- und Kakaoprodukten für Gewerbekunden wie Konditoreien, oder Süßwaren- und Eishersteller. So landen die Callebaut-Produkte etwa im Langnese-Eis (Magnum) oder Kitkat-Riegeln. In der Öffentlichkeit ist die Marke „Barry Callebaut“ daher weniger bekannt. Die Salmonellen-Bakterien wurden nach Angaben des Unternehmens bereits am Montag in Lecithin nachgewiesen, das in allen Produkten verwendet wird. Salmonellen können schweren Durchfall auslösen können.

Barry Callebout: Nur geringe Liefer-Mengen betroffen

Die belgische Lebensmittelaufsicht FAVV sei umgehend informiert worden, hieß es. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die wenigen Mengen, die seit Montag ausgeliefert wurden, noch nirgendwo verarbeitet und in den Kundenverkehr gebracht worden sind, sagte Konzernsprecher Frank Keidel. Die entsprechenden Überprüfungen liefen noch und könnten noch einige Tage dauern, sagte Keidel. Damit blieb zunächst auch unklar, ob auch deutsche Kunden mit der kontaminierten Schokomasse beliefert worden sein könnten. 

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Zweiter Salmonellen-Fall in Belgien binnen weniger Monate

Erst im vergangenen April waren in einem belgischen Werk von Ferrero ebenfalls Salmonellen entdeckt worden. Wegen des Salmonellen-Befalls musste der italienische Süßwarenriese in mehreren europäischen Ländern zahlreiche Produkte wie Überraschungseier oder Kinder-Schokolade zurückrufen, darunter auch in Deutschland. (dpa/utz)

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