Wirtschaft wächst

Italien wieder aus Rezession

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Italiens Innenminister Matteo Salvini vor Beginn einer Vertrauensabstimmung über den Haushaltsplan im italienischen Senat. Foto: Riccardo Antimiani/ANSA/dpa

Rom (dpa) - Italien ist aus der Rezession: Nach einer schrumpfenden Leistung im zweiten Halbjahr 2018 ist die italienische Wirtschaft im ersten Quartal wieder gewachsen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone legte in den Monaten Januar bis März um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Istat laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten lediglich einen Zuwachs von 0,1 Prozent prognostiziert.

In den beiden Vorquartalen war die Wirtschaft um je 0,1 Prozent geschrumpft. Bei zwei Quartalen in Folge mit sinkender Wirtschaftsleistung sprechen Experten von einer "technischen Rezession".

Der Außenhandel habe die Wirtschaft zu Jahresbeginn gestützt, teilte Istat mit. Negativ habe sich die Binnennachfrage ausgewirkt.

Das Wachstum in Italien bleibt trotz der leichten Erholung aber relativ schwach. So ist die Eurozone insgesamt zu Jahresbeginn um 0,4 Prozent gewachsen. Italien war das einzige Land, dass in die Rezession gerutscht war. Nach Einschätzung von Volkswirten wirkte sich das schwächere Wachstum der Weltwirtschaft, aber auch die Politik der populistischen Regierungskoalition negativ aus. Sie hat etwa eine teure Rentenreform und neue Sozialleistungen beschlossen.

Vize-Regierungschef Luigi Di Maio sieht dagegen seine Mannschaft auf gutem Weg. "Dass Italien aus der Rezession ist, zeigt, dass die eingeschlagene Richtung der Regierung die richtige ist. Wir werden weitermachen wie ein Zug hin zum Wandel", erklärte der Chef der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung.

Mitteilung Statistikamt, Italienisch

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