Künstliche Intelligenz

Aldi testet neuen Hightech-Einkaufswagen mit revolutionärer Technologie

Aldi testet in einer Filiale smarte Einkaufswägen. Kameras und Künstliche Intelligenz sollen das Warten an der Kasse überflüssig machen.

Mülheim an der Ruhr - Wer gedacht, dass Einkaufswägen in Discountern und Supermärkten einfach nur dazu dienen, um seine Besorgungen bequem zur Kasse zu bringen, lebt in der Vergangenheit. Inzwischen machen sich die Verantwortlichen im Handel viele Gedanken um die Wägen, sie werden kundenorientierter* oder mit einem Diebstahlschutz* aufgerüstet.

Aldi Süd* geht noch einen Schritt weiter. Ein smarter Einkaufswagen soll einen Einkauf ohne Anstehen an der Kasse möglich machen. Das berichtet die Lebensmittel Zeitung. Dazu hat der Discounter einige Wochen lang in einer Filiale in Mülheim ein automatisiertes Checkout-Verfahren des israelischen Start-ups Shopic getestet.

Aldi Süd testet intelligente Einkaufswägen: per Klipp wird das System montiert

„Smart Shopper“ hat Aldi Süd das System genannt. Es besteht aus einem normalen Einkaufswagen, an dem per Klipp ein Touchscreen-Gerät montiert wird. In diesem sitzen zwei Kameras, über die jede Warenbewegung im Wagen registriert wird. Self-Scanning ist nicht nötig, das heißt, die Barcodes müssen vom Kunden nicht vor die Kameras gehalten werden. Für die Warenerkennung ist eine Künstliche Intelligenz (KI) verantwortlich, die ihre Bilderkennungsfähigkeit, die verschiedenen Artikel zu unterscheiden, kontinuierlich verbessert.

Shopic zufolge kann die KI jeden in den Wagen gelegten Artikel erkennen und der Rechnung hinzufügen. Wird ein Produkt vor dem Bezahlen wieder herausgenommen, wird es wieder abgezogen. Der Kunde bezahlt dann den vom Gerät aufgezeichneten Gesamtbon an einem Terminal im Checkout-Bereich, ohne Anstehen an einer normalen Kasse.

Aldi Süd testet intelligente Einkaufswägen: Amazon verwendet ähnliches Verfahren

Der Testlauf wurde Mitte August beendet, nun wertet Aldi Süd die Daten aus. Dabei geht es vor allem darum, wie die Kunden den intelligenten Einkaufswagen annehmen und wie er sich in die Arbeitsabläufe der Filiale einfügt. Wie es mit dem „Smart Shopper“ bei Aldi Süd weitergeht, ist derzeit also noch offen.

Amazon verwendet ein vergleichbares System* bereits in seinen Filialen. Doch es gibt einen gewichtigen Unterschied: Bei Shopic-System müssen nur normale Einkaufswägen aufgerüstet werden. Bei Amazon* dagegen sind über den gesamten Laden verteilt hunderte Kameras und zahllose Sensoren verbaut, um die die Einkäufe registriert werden. Das ist nicht nur deutlich teurer, sondern macht auch Datenschützern große Sorgen. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fleig / Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare