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Vorstandschef Rorsted verlässt Adidas

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Von: Thomas Schmidtutz

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Kasper Rorsted: Der Adidas-Chef scheidet nach wachsender Kritik an der Entwicklung des Unternehmens im kommenden Jahr bei den Franken aus.
Kasper Rorsted: Der Adidas-Chef scheidet nach wachsender Kritik im kommenden Jahr bei den Franken aus. © Christian Charisius/dpa

Paukenschlag bei Adidas: Der Sportartikel-Hersteller trennt sich 2023 überraschend von seinem Vorstandschef Kasper Rorsted.

Herzogenaurach - Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted wird den fränkischen Sportartikelhersteller im kommenden Jahr verlassen. Darauf hätten sich der Däne und der Aufsichtsrat des Unternehmens im beiderseitigen Einvernahmen geeinigt, gab der Dax-Konzern am Montag in Herzogenaurach bekannt. Rorsteds Vertrag galt eigentlich bis 2026. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Rorsted steht seit 2016 an der Konzernspitze.

Adidas hatte zuletzt den Ausblick für das laufende Jahr senken müssen. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern nun noch ein um Währungseffekte bereinigtes Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Zuvor hatten die Franken für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg von elf bis 13 Prozent in Aussicht gestellt. Das operative Ergebnis sieht der Konzern nun noch bei 1,3 Milliarden Euro nach 1,8 bis 1,9 Milliarden zuvor.

Adidas-Rivale Puma besser unterwegs

Zur Begründung hatte das Unternehmen auf die unerwartet schwache Entwicklung in China verwiesen. Neben den Corona-Lockdowns litt die Marke mit den drei Streifen auch unter dem Boykott westlicher Waren. Allerdings hatten Beobachtern dem Unternehmen auch eine teils schlechte Produkt-Politik vorgeworfen. Zudem schlug sich ausgerechnet Puma zuletzt deutlich besser. Angesichts dieser Entwicklung war die Kritik an Rorsted zuletzt deutlich lauter geworden. Nun zieht der Aufsichtsrat die Konsequenzen. (dpa/utz)

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