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Preis-Schock bei Aldi, Lidl & Co. droht: Welche Lebensmittel jetzt teurer werden sollen

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Von: Samira Müller

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Gastgewerbe
Zwei Gäste stoßen mit Bier in der Flasche an. © picture alliance/Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild

Kunden von Aldi, Lidl, Rewe und Co. müssen im Jahr 2022 auf höhere Lebensmittelpreise einstellen. Grund sind steigende Preise für Strom und Gas.

Kassel – Die Preise für Gas und Strom steigen im Jahr 2022 enorm. Das belastet auch Unternehmen, weil ihre Produktionskosten ebenfalls steigen. Deshalb müssen Kunden für bestimmte Lebensmittel bald mehr Geld bezahlen, wie der MDR berichtete. Lebensmittel in Supermärkten wie Aldi*, Lidl*, Rewe* und Edeka werden also teurer.

Von einem Preisanstieg sind 2022 voraussichtlich unter anderem Brot und Brötchen betroffen. Würden die Bäcker alle gestiegenen Kosten an die Verbraucher weitergeben, müssten Brötchen laut der Allgemeinen Bäckerzeitung (ABZ) über einen Euro kosten. Denn laut dem Statistischen Bundesamt ist der Preis für Getreide von 2020 auf 2021 um 34,4 Prozent gestiegen.

Preise-Schock bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Brot und Nudeln sind betroffen

Zudem haben Bäcker mit immer höheren Energiepreisen zu kämpfen. Zum einen steigen die Kosten für das Heizen der Öfen, aber auch Düngemittel werden teurer. Demnach wird auch die Ernte teurer und der Landwirt muss für seine Produkte höhere Preise ansetzen, wie der MDR berichtete. Viele mittelständische Bäcker-Betriebe würden laut ABZ wegen höheren Rohstoff- und Energiepreisen und weniger Einnahmen durch die Corona-Pandemie* vor dem Aus stehen.

Aber auch Nudeln sind von dem Preisanstieg betroffen. Das liegt vor allem auch an der schlechten Hartweizenernte. Laut tagesschau.de haben bereits einige Nudelhersteller angekündigt, die Preise um bis zu 30 Prozent zu erhöhen.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Lebensmittel im Supermarkt werden teurer

Kunden müssen ebenfalls mit höheren Preisen für Kaffee rechnen. Verbraucher zahlen für einen Cappuccino aktuell zwischen 3,60 und 4,10 Euro. Der Preis könnte allerdings bis zu 4,50 Euro steigen.

Größte Kaffeehersteller der WeltLand
Platz 1Brasilien
Platz 2Vietnam
Platz 3Kolumbien

In Supermärkten wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka könnte das ebenfalls zu Preissteigerungen führen, da die letzte Ernte wetterbedingt schlecht ausfiel. Zudem kommen Lieferengpässe in Brasilien und Kolumbien hinzu.

Preisanstieg bei Aldi, Lidl & Co.: Ei-Preis durch neues Gesetz erhöht

In Discountern müssen Kunden bereits seit Januar 2022 mehr Geld für Eier zahlen, wie der MDR berichtete. Aldi hat den Preis zum Beispiel für Eier aus Boden- sowie Freilandhaltung um zehn Cent erhöht. Auch Lidl hat die Preise in gleichem Maß erhöht.

Männliche Küken zu töten, ist seit Januar verboten*. Weil sie keine Eier legen und nicht viel Fleisch ansetzen, sind sie für Betriebe nicht rentabel. Nach einer Rechnung des Bundesverbandes Ei e.V. (BVEi) machen die Umsetzung des Gesetzes und die Tierwohl-Auflagen die Produktion für das einzelne Ei noch einmal um bis zu vier Cent teurer.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Bier wird 2022 teurer

Auch Bierbrauereien kündigen für das Jahr 2022 erhöhte Preise an. Gründe für die höheren Preise für Bier sind unter anderem die gestiegenen Energiekosten sowie erhöhte Ausgaben für Logistik und Rohstoffe. Außerdem hatten viele Brauerei durch Corona mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. (Samira Müller) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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