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Riesen-Störung! Ausfall bei WhatsApp, Facebook, Instagram - Gigant griff zu ungewöhnlichem Mittel

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Von: Antonio José Riether

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Am Montag kam es zu einem Total-Ausfall der Online-Dienste WhatsApp, Facebook und Instagram. Nun veröffentlicht Facebook die Gründe.

Update vom 5. Oktober, 8.51 Uhr: Der stundenlange Ausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram wurde dem Online-Netzwerk zufolge durch eine fehlerhafte Änderung der Netzwerk-Konfiguration ausgelöst. Der Fehler sei auf den Routern passiert, die den Datenverkehr zwischen Facebooks Rechenzentren koordinierten, hieß es in einem Blogeintrag am Dienstag.

Als Folge sei die Kommunikation zwischen den Rechenzentren unterbrochen worden. Dies habe zum Ausfall der Dienste geführt. Da dabei auch interne Systeme und Software-Werkzeuge gestört gewesen seien, sei es schwieriger gewesen, das Problem schnell zu diagnostizieren und zu lösen. Der Komplettausfall dauerte am Montag mehrere Stunden.

Die Facebook-Erklärung deckt sich mit Vermutungen von Netzexperten, die von einem Fehler bei den Netzwerk-Einstellungen ausgingen. Facebook betonte auch, der Konzern habe keine Hinweise darauf, dass bei dem Ausfall Nutzerdaten in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Man arbeite daran, besser zu verstehen, was passiert sei.

Riesen-Ausfall bei WhatsApp, Facebook und Instagram: „Netzwerk-Probleme“

Update vom 5. Oktober, 6.23 Uhr: Rund sechs Stunden ohne Facebook, WhatsApp und Instagram: Ein ungewöhnlich langer Total-Ausfall hat am Montag Milliarden Nutzern des Online-Netzwerks zugesetzt. Während Facebook sich zunächst nicht zu den Ursachen der Störung äußerte, tippten Experten auf einen Konfigurationsfehler in der Netzwerk-Infrastruktur, der alle Facebook-Dienste unerreichbar machte.

„Vereinfacht dargestellt: Die Dienste von Facebook, WhatsApp und Instagram sind noch da - aber es fehlt im Internet quasi die Verknüpfung dorthin“, erläuterte Rüdiger Trost von der IT-Sicherheitsfirma F-Secure der Deutschen Presse-Agentur. „Als hätte jemand auf einer Autobahn die Ausfahrtsschilder zu den ‚Orten‘ Instagram, WhatsApp und Facebook entfernt.“ Bei Facebook selbst sprach Technologie-Chef Mike Schroepfer zunächst nur von „Netzwerk-Problemen“.

Riesen-Ausfall bei WhatsApp, Facebook und Instagram: „Manueller Reset“

Die Störung war so schwer in Griff zu bekommen, dass Facebook der New York Times zufolge ein Team in sein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara schicken musste, um einen „manuellen Reset“ der Server zu versuchen. Bei Facebook selbst seien neben der internen Kommunikationsplattform zum Teil auch digitale Türschlösser in Büros und andere vernetzte Technik ausgefallen. Zwei
namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der Zeitung, eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich.

Die Facebook-Aktie schloss mit einem Minus von knapp fünf Prozent. Auch danach war das Unternehmen an der Börse immer noch rund 920 Milliarden Dollar wert. Das persönliche Vermögen von Zuckerberg schrumpfte nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg binnen weniger Stunden um mehr als sechs Milliarden Dollar. Mit trotzdem noch 121,6 Milliarden Dollar rutschte er um einen Platz nach hinten auf den fünften Rang hinter Microsoft-Gründer Bill Gates. Nachdem die Störung behoben war, legte der Kurs der Facebook-Aktie im nachbörslichen Handel zeitweise um 0,36 Prozent zu.

Riesen-Ausfall bei WhatsApp, Facebook und Instagram

Update vom 5. Oktober, 0.45 Uhr: Der massive und stundenlange Ausfall des Online-Riesen Facebook und seiner Tochterdienste Instagram, Whatsapp und Messenger ist offenbar behoben. Nach einer mehr als sechsstündigen Panne waren die Online-Dienste nach und nach wieder nutzbar, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP und zahlreiche Nutzer in der Nacht zum Dienstag feststellten.

Die Website Downdetector, die IT-Störfälle dokumentiert, bezeichnete den Ausfall bei Facebook als „den größten jemals beobachteten“. Seit Mitternacht MESZ gingen die dort eingehenden Fehlermeldungen stark zurück. In den vorhergehenden Stunden gab es zehntausende Hinweise auf Probleme, betroffen waren möglicherweise dutzende Millionen von Nutzern in zahlreichen Ländern.

WhatsApp, Facebook und Instagram: Massive Störung - Nutzer klagen über Ausfall der Netz-Dienste

Unsere Meldung: München - Am gesamten Montagabend haben die drei wichtigsten Plattformen des Facebook-Konzerns mit technischen Problemen zu kämpfen. Zehntausende Nutzer in Deutschland klagten über Ausfälle beim Messenger-Dienst WhatApp sowie bei den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram. Mittlerweile ist bekannt, dass es sich um einen weltweiten Ausfall handelt.

Die Schwierigkeiten hatten offenbar sogar für skurril anmutende Folgen im Arbeitsablauf des Netzgiganten: Bei Facebook selbst seien neben der internen Kommunikationsplattform zum Teil auch digitale Türschlösser und andere vernetzte Technik ausgefallen, berichtete die New York Times. Nach Informationen der NBC standen Mitarbeiter teils vor verschlossenen Türen.

Facebook griff der Times zufolge zu ungewöhnlichen Maßnahmen, um den stundenlangen Ausfall seiner Dienste zu beheben. Das Online-Netzwerk habe ein kleines Mitarbeiter-Team in sein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara losgeschickt, um einen „manuellen Reset“ der Server zu versuchen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf ein internes Rundschreiben.

Störungen: Facebook, WhatsApp und Instagram down - Unternehmen reagiert auf Twitter

Facebook machte auch mehr als fünf Stunden nach Beginn des Ausfalls keine Angaben zu den Ursachen. „Wir haben Netzwerk-Probleme“ und die Teams arbeiteten so schnell wie möglich, um sie zu beheben, schrieb Technologiechef Mike Schroepfer am Montagabend (MESZ) bei Twitter.

Etwa um 17 Uhr deutscher Zeit hatten sich die Probleme bei WhatsApp*, wie dem Portal Alle Störungen zu entnehmen war. Mehr als 146.000 Meldungen von Nutzern gingen bis kurz vor 18 Uhr ein. Auch bei Facebook waren es bis dahin etwa 30.000, die gemeldeten Störungen bei Instagram stiegen ebenso sprunghaft an. Die technischen Schwierigkeiten hatten allerdings auch nach 19 Uhr noch Bestand.

Das Senden von Nachrichten ist derzeit beim Messenger WhatsApp beeinträchtigt. Bei Instagram aktualisiert sich der News-Feed bei vielen Usern nicht mehr. Beim Aufruf der Facebook-Webseite wird eine Fehler-Meldung mit den Worten „Sorry, something went wrong“ angezeigt.

Facebook, Whatapp und Instagram kämpfen mit Störungen - Experten äußern erste These zu Hintergründen

Via Twitter entschuldigte sich Facebook und versicherte, dass man „so schnell wie möglich“ an der Entstörung arbeite. Die Ursache für die Probleme wurde zunächst nicht genannt.

Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können.
Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versuchten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter. Facebook selbst sprach lediglich von „Netzwerk-Problemen“.

In der Nacht mehrten sich die Hinweise, dass das Online-Netzwerk die Probleme in den Griff bekommt. So war am späten Abend (MESZ) zumindest die Website wieder erreichbar, die den Status der Facebook-Angebote anzeigt. Die Zeichen dort standen zwar immer noch auf Rot - allerdings war schon ihr Auftauchen ein Erfolg, denn zuvor waren alle Facebook-Ressourcen aus dem Netz verschwunden. Auch der Web-Dienstleister Kentik verzeichnete eine leichte Zunahme des lange kaum vorhandenen Datenverkehrs zu Facebook.

Die Probleme bescherten anderen Internetdiensten großen Zulauf. So erklärte der Messengerdienst Signal auf Twitter, die Zahl der Neuanmeldungen sei stark angewachsen. „Willkommen allerseits! “Der Ausfall trifft Facebook inmitten einer Krisenphase. Seit Wochen gibt es Negativ-Schlagzeilen über den Umgang des Internetriesen mit eigenen Untersuchungen zur Frage, wie schädlich die Online-Angebote - insbesondere Instagram - etwa für jugendliche Nutzer sind. (ar/fn/dpa/AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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