Skandalöses Preisetikett

„Wie jetzt?“ Lidl-Kunde macht unglaubliche Entdeckung - kauft der Discounter jetzt bei der Konkurrenz ein?

Eine Aldi Nord und eine Lidl Filiale stehen direkt nebeneinander.
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Aldi und Lidl sind schon immer Konkurrenten: Beliefern sie sich ab jetzt gegenseitig?

Aldi und Lidl sind schon immer Konkurrenten. Jetzt entdeckt ein Kunde etwas Unglaubliches. Stehen sich die Discounter näher als gedacht?

  • Ein Kunde macht bei Lidl eine unglaubliche Entdeckung.
  • Ein Aldi-Preisschild klebt auf einem Lidl-Produkt.
  • Auch Aldi hatte das Produkt im Angebot.

Neckarsulm/Essen - Aldi* und Lidl sind sich nicht grün. Das waren sie so noch nie. Die beiden Discounter stehen in starker Konkurrenz miteinander. Hinzu kommt ein steter Wettkampf mit anderen Supermarktketten wie Rewe*, Edeka* oder Penny*. Neben bekannten Markenprodukten haben sowohl Lidl als auch Aldi ihre eigenen Marken im Angebot, sogenannte „No-Name-Produkte“. Diese werden oftmals von den gleichen Herstellern produziert und werden nur unter anderem Namen verkauft. Doch dass sich Aldi-Produkte bei Lidl* finden, das gab es bis jetzt noch nie.

Lidl-Entdeckung: Falscher Kleber auf richtigem Produkt

Ein Twitter User hat bei seinem Einkauf bei Lidl eine überraschende Entdeckung gemacht: Er fand zwischen den Angeboten mehrere WLAN-Verstärker. Doch auf einem klebte tatsächlich ein Aldi-Preisschild. Der Preis ist der gleiche. Für 14,54 € gibt es den WLAN-Verstärker zu kaufen. „Gestern nach kurzem Spaziergang, ging ich zu Lidl. Nach genauem Hinschauen steht ein WLAN-Verstärker in Angebot und da... ist ein Preisaufkleber noch dran von Aldi... Wie jetzt? Verkaufen jetzt als Rest-Posten oder was?“, fragt der User. Doch wie kann das sein? Übernimmt der Discounter-Riese Lidl neuerdings Restposten von seiner Konkurrenz?

Nachforschungen ergeben, dass Aldi Nord* den WLAN-Verstärker tatsächlich Ende Oktober in sein zeitlich begrenztes Angebot aufgenommen hat. Auch hier war das Produkt für 14,95 € ausgeschrieben. Im Lidl-Onlineshop findet sich der gleiche WLAN-Verstärker zum selben Preis. Er ist dort nach wie vor erhältlich.

Unglaubliche Entdeckung bei Lidl: Aldi-Preisschild wirft Fragen auf

Aldi* und Lidl haben oftmals ähnliche Angebote in kürzester Zeit. Doch selten findet sich das exakt gleiche Produkt in beiden Discountern. Sollten sie ähnliche Ware führen, dann meistens unter den hauseigenen Marken. Der WLAN-Verstärker findet sich hingegen auch bei Amazon oder vergleichbaren Online-Händlern. Es handelt sich also nicht um ein „No-Name-Produkt“, was beispielsweise ausschließlich von Lidl, die erst neulich Kritik wegen eines Wirecard-Produkts bekamen, oder Aldi geführt wird.

Begehrte Aktionsangebote, sogenannte „Non-Food-Artikel“, also alles, was nicht in die Kategorie Lebensmittel fällt, sind normalerweise schnell vergriffen. Die Lebensmittel Zeitung berichtete jedoch zuletzt von vollen Lagern und eigentlichen Bestsellern, die im Regal liegen blieben. Aldi* bestätigte daraufhin, dass die Corona-Krise das Unternehmen vor besondere Herausforderungen stelle. Lidl äußerte gegenüber CHIP.de jedoch, dass sie weder eine höhere Anzahl an Beständen noch einen Absatzrückgang im Non-Food-Bereich bestätigen können.

Video: Aldi oder Lidl? Das sind die beliebtesten Supermärkte

Lidl und Aldi: Kaufen die Discounter Restposten auf?

Die Corona-Krise hat auch die Aktionsplanung der Discounter durcheinander gebracht. Ganze Lieferketten wurden unterbrochen und die angekündigte Ware konnte nicht rechtzeitig zum Verkauf angeboten werden. Beide Discounter mussten also die Planung umstellen. Die Lieferungen wurden vorgezogen und deutlich mehr Ware bestellt, als die einzelnen Filialen überhaupt verkaufen konnten. Hinzu kommt, dass sich das Kundenverhalten geändert hatte. Gerade während des ersten Lockdowns wurden Garten- und Handwerksartikel besonders gut verkauft. Klassiker wie Kinderrucksäcke liefen jedoch nur schwierig, so CHIP.de. Das führte zu vielen roten Preisschildern und Schnäppchen-Artikel.

Der WLAN-Verstärker hätte sich angesichts des zunehmenden Home-Office und der Quarantäne gut verkaufen sollen. Nicht selten ärgert man sich darüber, wenn das WLAN-Signal nicht stark genug ist um die Netflixserie auch im Schlafzimmer schauen zu können. Doch ob Lidl neuerdings Restposten vom Konkurrenten Aldi Nord übernimmt, ist fraglich. Wie das Aldi-Preisschild auf das Produkt bei Lidl geraten ist, bleibt abzuwarten. (ij) Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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