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Notvorrat kaufen – was die Produkte kosten und warum sich das nicht jeder leisten kann

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Eine Frau ist in einem Supermarkt und stellt zwei große Wasserkanister in ihren Einkaufswagen.
„Vorsorge für den Katastrophenfall“ lautet die Devise. Das kann allerdings nicht jeder, denn Hartz-IV-Empfänger zum Beispiel können sich einen Notfallvorrat gar nicht leisten. (Symbolbild) © eldarnurkovic/PantherMedia

Innenministerin Nancy Faeser rät den Deutschen, einen Notvorrat für zehn Tage zu Hause zu haben. Hartz-IV-Empfänger können sich aber gar nicht leisten, einen solchen anzulegen.

Hamburg – Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine machen den Menschen Angst und sorgen für Krisen-Gedanken. Immer wieder stellt sich die Frage, ob man selbst für einen solchen Notfall gut genug vorgesorgt hätte. Dabei kann sich den empfohlenen Notfallvorrat, den man zu Hause haben sollte, gar nicht jeder leisten.
Was die Produkte genau kosten und warum Hartz-IV-Empfänger Schwierigkeiten mit der Finanzierung haben werden, verrät 24hamburg.de hier.

Pro Person gehören in den Notfallvorrat, der zehn Tage abdecken soll, Nahrungsmittel mit 2.200 Kalorien und 2 Liter Wasser pro Tag. Bei der Auswahl der Lebensmittel sollten persönliche Geschmacksvorlieben ebenso wie Allergien berücksichtigt werden und der Vorrat sollte regelmäßig genutzt und dann direkt wieder aufgefüllt werden. Außerdem empfiehlt sich eine kühle, trockene und luftdichte Lagerung und Futter für Haustiere darf ebenfalls nicht vergessen werden.

Wenn man nun einmal davon ausgeht, dass der Vorrat aus Lebensmitteln von einem preisgünstigen Discounter wie Lidl oder Aldi angeschafft wird, kann das in der Summe trotzdem recht teuer werden. Laut dem Portal discounter-preisvergleich.de kostet ein Sechserträger mit 1,5 Literflaschen Wasser bei Aldi Nord, den es in Hamburg gibt, 1,14 Euro. Das sind 9 Liter, eine vierköpfige Familie bräuchte allein neun dieser Träger, um die zehn Tage versorgt zu sein. Das sind über 10 Euro nur für Wasser. Der gesamte Vorrat soll etwa 356 Euro kosten, für einen Hartz-IV-Empfänger eine unmögliche Aufgabe, da diese Kosten den Regelsatz bei weitem übersteigen.

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