Verbraucher, aufgepasst

BAföG, Kreuzfahrten, Corona: Diese August-Änderungen sollten Sie jetzt wissen

Im August 2020 gibt es in Deutschland wieder zahlreiche Änderungen für Verbraucher. Gerade Arbeitnehmer, Auszubildende und Studenten sind betroffen.

  • Im August 2020 kommt es wieder zu zahlreichen Änderungen.
  • Diese betreffen die Verbraucher in Deutschland.
  • Vor Themen für Arbeitnehmer, Auszubildende und Studenten stehen im Mittelpunkt.

München - In vielen Bundesländern zählt der August auch des Wetters* wegen als der Ferien- und Urlaubsmonat. Doch auch sonst steht der August wieder für einige Änderungen in Deutschland. Einige davon stehen weiter im Zusammenhang mit dem Coronavirus*, so zum Beispiel das Corona-Arbeitszeitgesetz, das jetzt wieder außer Kraft gesetzt wird. Aber auch Arbeitnehmer, Auszubildende und Studenten sind von Änderungen betroffen.

Das ändert sich im August: Corona-Arbeitszeitgesetz tritt außer Kraft

Seit Mitte März dreht sich auch hierzulande alles um das Coronavirus*. Als Reaktion darauf führte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Covid-19 Arbeitszeitgesetz ein. Das Gesetz regelte bisher, dass Arbeitgeber Corona*-bedingt längere Arbeitszeiten für ihre Mitarbeiter anordnen dürfen, sofern diese Mehrarbeit nicht anderweitig zu verhindern war.

Bis zu zwölf Stunden Arbeit pro Tag und insgesamt 60 Arbeitsstunden pro Woche war bisher seit Mitte April zulässig. Außerdem war Sonn- und Feiertagsarbeit erlaubt. Jetzt tritt dieses Gesetz aber zum 1. August wieder außer Kraft. Das Bundesministerium will diese Regelung auch nicht verlängern, eine Einzelfallprüfung soll aber weiter möglich sein.

Änderung zum August: Das Aufstiegs-BAföG wird erhöht

Berufliche Ausbildungen werden ab August mehr gefördert, indem das Aufstiegs-BAföG erhöht wird. Die finanzielle Hilfe vom Staat gibt es nicht nur im Zuge eines Studiums, sondern auch für berufliche Weiterbildungen. Menschen, die sich in ihrem Beruf fortbilden, werden damit vom Staat unterstützt, müssen jedoch einen Teil des Geldes zurückzahlen. Neu ist nun, dass die Teilnahme an Lehrgängen ab August mit 50 Prozent statt der bisher 40 Prozent bezuschusst werden.

Außerdem werden Prüflingen beim Bestehen der Prüfung von nun an 50 Prozent ihres Darlehens erlassen - vorher lag die Marke ebenfalls bei 40 Prozent. Auch die Zuschüsse zur Kinderbetreuung sollen erhöht werden, den Betrag für die Unterhaltskosten müssen in Zukunft gar nicht mehr zurückgezahlt werden.

Neu im August: Mehr BAföG für Studierende und Schüler

Gute Nachrichten gibt es auch für die Empfänger des „klassischen“ BAföGs. Der Höchstsatz für Studierende steigt zum Wintersemester 2020/2021 von 853 auf 861 Euro. Auch bei Schülern steigt ab August die Förderungshöhe. Statt bisher maximal 825 Euro pro Monat, werden diese nun mit 832 Euro unterstützt. Zudem werden mehr Schüler und Studierende förderungsberechtigt sein.

Schon zu Beginn der Corona*-Pandemie hatte Bildungsministerin Anja Karliczek angekündigt, dass BAföG-Geförderte „wegen der Corona*-Krise keine Nachteile erleiden“ sollen. Gleichzeitig seien Studierende und Auszubildende aber verpflichtet, falls Online-Lehrangebote statt Präsenzunterricht umgesetzt werden, diese „wie beim normalen Lehrbetrieb“ zu nutzen.

Nur noch im August: Geldspritze für kleinere Unternehmen

Besonders kleinere Unternehmen hat das Coronavirus* mit voller Wucht erwischt. Die Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen laufen nur noch bis Ende August. Wer also noch eine Geldspritze vom Staat in Anspruch nehmen möchte, sollte jetzt noch tun. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Geschäftstätigkeit zu wesentlichen Teilen durch die Pandemie zum Erliegen kam.

Das ändert sich im August: Kreuzfahrtschiffe legen wieder ab

Auch die Reisebranche hatte das Virus kalt erwischt. Im August werden aber erstmals wieder Kreuzfahrtschiffe* in See stechen. Schon am Freitag, dem 24. Juli, ist die „Mein Schiff 2“ von Hamburg aus in Richtung Norwegen gestartet. Ab 31. Juli legen dann bereits Schiffe von Hapag-Lloyd Cruises ab Hamburg ab. Dabei müssen die Passagiere jedoch an Bord bleiben, Landgänge sind während der Reise nicht möglich.

Im August startet nun auch die Reederei AIDA bei reduzierter Passagierzahl und mit strengen Hygiene- und Abstandregeln ihr Angebot. Ab Hamburg, Rostock und Kiel wird in See gestochen. Los geht es in der zweitgrößten Stadt Deutschlands am 5. August. Danach wird am 12. August in Rostock und am 16. August in Kiel die AIDA-Sommersaison gestartet. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Robert Michael

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare