Schritt gegen Lebensmittelverschwendung

Keine Verschwendung mehr: Edeka-Filiale geht ungewöhnlichen Weg 

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In zwei Edeka-Filialen im Landkreis Regensburg werden abgelaufene Lebensmittel und leicht lädiertes Obst an Kunden verschenkt. 

Ein Edeka-Marktbetreiber aus Bayern macht einen ungewöhnlichen Schritt. Dafür hat er eine plausible Begründung.  

Regensburg - Abgelaufene Lebensmittel und leicht lädiertes Obst und Gemüse kommen bei einem Edeka-Markt im Landkreis Regensburg nicht mehr in den Müll. Stattdessen landen sie in einem Aufsteller neben dem Ausgang, wo sich Kunden kostenlos herausnehmen können, was sie wollen. Mit seinem sogenannten „Fair-Teiler“ will Rafael Dirnberger (29), der die Edeka-Filiale in Wenzenbach betreibt, der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. 

„Ursprünglich habe ich die Idee von einem Kollegen aus Baden-Württemberg“, sagte Dirnberger gegenüber der Passauer Neuen Presse. Dort stellte ein Edeka-Betreiber extra ein Zelt auf dem Parkplatz auf. Das sei schnell aus dem Ruder gelaufen, sagte Dirnberger. Doch Dirnbergers „Fair-Teiler“-Idee funktioniert bisher einwandfrei. Morgens befüllen die Edeka-Mitarbeiter die Kisten mit Obst und Gemüse, das nicht mehr ganz perfekt ist. Molkereiprodukte, verbeulte Dosen und abgelaufenes Tierfutter kommen ebenfalls dazu. 

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Edeka-Betreiber Dirnberger appelliert an die Politik

Und mittlerweile wissen auch die Verbraucher: Ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass das Produkt schlecht ist. Lebensmittel wie Nudeln und Reis, aber auch Joghurts sind oft noch lange nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar. Deshalb fordert Dirnberger von der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Müllberge zu vermeiden und stattdessen einen sinnvollen Kreislauf für die Lebensmittel, die eben nicht mehr in den regulären Verkauf sollen, zu entwickeln. Das würden vermutlich auch die beiden jungen Frauen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck unterstützen, die wegen „containerns“ angeklagt und verurteilt wurden. Wie merkur.de* berichtet, wollen die beiden Frauen nun Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. 

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Der Edeka-Betreiber schaffte es mit seiner Aktion nun sogar unter die drei Finalisten eines Wettbewerbs von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Um den ersten Platz konkurriert Dirnberger mit der Handelskette Aldi Süd, die einen Mindesthaltbarkeitsdatum-Hinweis auf Milchpackungen eingeführt hat. Außerdem gehört auch der Discounter Penny mit seinen Aktionen „Kostbares retten“ und „Naturgut Bio-Helden“ zu den Finalisten. Der Gewinner wird am 3. April bekannt gegeben.

Auch ein Essener Edeka-Markt kämpft gegen den Wegwerf-Wahnsinn. Hier können die Kunden ihre Milch selbst zapfen.

Edeka verkauft ein aktuelles Trendprodukt unter seiner Eigenmarke. Das Problem: Der gleiche Inhalt wäre auch für ein Drittel des Preises zu haben, unter anderem Namen.

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Konkurrent Penny könnte unterdessen vor gravierenden Veränderungen stehen - ist die Kette bald kein Discounter mehr?

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