„Kaufen, was sie kriegen können“

Ernste Gummibärchen-Krise an der Kasse: Preissteigerung bei Aldi, Lidl und Co.

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Die Preise für Gummibären steigen.

In der Vorweihnachtszeit werden Gummibärchen und andere Süßwaren wie Schokolade teurer. Die Preissteigerung hat ihren Ursprung in Afrika.

  • Die Gummibärchen-Krise sorgt für eine Preissteigerung in den Supermärkten und Discountern.
  • Grund ist die afrikanische Schweinepest.
  • Wegen der Pest steigen die Preise für Schweine, aus denen die Gelatine für die Süßigkeiten hergestellt wird.

München - Zur Weihnachtszeit müssen sich Kunden auf höhere Preise bei Gummibärchen und Schokolade einstellen. Betroffen ist unter anderem die 360-g-Discountpackung Haribo-Fruchtgummi. Diese kostet neuerdings bei Aldi und Lidl 1,19 Euro statt 1,09 Euro. Deutliche Preissteigerungen gibt es auch bei anderen Süßigkeiten-Produkten.

Preis-Krise bei Aldi und Lidl: Gummibärchen deutlich teurer

Laut der Lebensmittelzeitung (LZ), die sich auf Aussagen von Industrieunternehmen beruft, liegt der Grund der Preissteigerung bei der afrikanischen Schweinepest. Gummibärchen von Haribo enthalten Gelatine, die aus Schweineschwarten hergestellt wird. Die Pest sorgt für höhere Preise auf Schweine. Neben Harbio ist wohl auch der Hersteller Trolli betroffen.

Durch die Schweinepest sind vor allem in China die Bestände gesunken. Marktanalyst Tim Koch erklärte im Interview mit der Bild: „Die Chinesen kaufen auf dem Weltmarkt, was sie kriegen können.“ Der Schweinefleisch-Export sei seit Jahresbeginn bereits um 50 Prozent von 260.000 auf aktuell 390.000 Tonnen nach oben geklettert. Deswegen fehlen die Schweine dem deutschen Markt.

Gegenüber der Lebensmittelzeitung erklärte ein Branchenvertreter, dass der Preis für Gelatine drastisch gestiegen sei. Genaue Zahlen nannte er dabei aber nicht. 

Preis-Erhöhungen bei Aldi, Lidl und Co.: Auch Schokolade wird teurer

Unter besonderem Druck stünden aber auch Produzenten von Schokolade. Hier gebe es ebenfalls Preissteigerungen. Die Regalpreise der Prinzenrolle und einiger Ferrero-Produkte sollen laut LZ ebenfalls gestiegen sein. Auch für die Ritter-Sport-Schokolade würden Kunden im Vergleich zum Vorjahr rund 10 Prozent mehr zahlen.

Ghana und die Elfenbeinküste, die zusammen rund 60 Prozent des weltweit hergestellten Kakaos produzieren, haben sich kürzlich auf einen Preisaufschlag geeinigt, der Kakaobauern zugutekommen soll. Das sorgt für den Preissprung. Außerdem wollen auch die Süßwaren-Hersteller selbst nachhaltiger Kakao produzieren. Das verursache ebenfalls Kosten.

Die Preissteigerungen hängen nach Informationen der LZ auch mit den derzeitigen Kämpfen der großen Discounter um immer höhere Marktanteile zusammen. Während Internet, Elektronik und andere Dinge immer günstiger werden, müssen die Deutschen also für manche Produkte immer mehr draufzahlen. Vor allem für diese fünf.

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md

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