Einkaufen wird digitaler

Supermarkt der Zukunft: Warum Einlassbeschränkungen nach Corona bei Aldi und Co. normal werden könnten

Schild auf dem darauf hingewiesen wird, dass nur 30 Personen in den Laden dürfen. Schwarze Schrift auf Orangem Blatt.
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Aldi, Lidl und Co.: Einlasskontrollen wohl auch in Zukunft.

Während der Corona-Pandemie mussten sich Kunden an viele Neuerungen beim täglichen Einkauf gewöhnen. Bei Aldi, Lidl und Co. werden einige Veränderungen die Pandemie überdauern.

  • Aldi*, Lidl* und Co.: Die Zukunft wird auch beim Einkaufen digitaler.
  • Corona* in Supermärkten: Die Einlasskontrollen könnten die Pandemie überdauern.
  • Mit Menschen besetzte Kassen sind in Zukunft wahrscheinlich auch nicht mehr notwendig.

Kassel - Maskenpflicht, Einlasskontrollen und Abstand: Das Coronavirus hat unseren Alltag auch im Supermarkt verändert. Einige von den neuen Bestimmungen könnten die Corona-Krise überdauern.

Supermärkte wie Aldi, Lidl und Co. könnten in der Zukunft ihre Läden grundlegend anders strukturieren. Einlassenkontrollen könnten auch nach der Corona-Pandemie zum Standard werden.

Aldi, Lidl und Co.: Der Pro-Kopf-Kassenbon ist während Corona gestiegen

Um den Erfolg ihrer Filialen zu messen, werten Supermärkte wie Lidl, Aldi und Co., die Einkaufszettel der Kundinnen und Kunden aus, berichtet chip.de. Je höher der Durchschnittswert der Kassenbons pro Kopf ist, desto besser wird die Filiale bewertet.

Dieser Wert hat sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor allem in den zentralen Filialen der Supermärkte erhöht. Bei den weniger zentral gelegenen Filialen ist dagegen ein Rückgang dieses Wertes ersichtlich.

Aldi, Lidl und Co.: Corona bringt die Trendwende für die Standortwahl

Wo früher auf einen dezentralen Standort gesetzt wurde, ist heute Zentralität das A und O. Da wegen der Corona-Pandemie zum Beispiel Baumärkte geschlossen sind, werden Filialen von Aldi, Lidl und Co. in deren Nähe beispielsweise weniger besucht.

Deshalb geht der Trend nun zu Filialen in der Stadt. In vielen Städten freut sich auch die Lokal-Politik über die Trendwende. So wird hier auf eine Wiederbelebung der Innenstädte gehofft. Die Supermärkte hoffen ihrerseits auf Lockerungen, beispielsweise bei der Länge der Öffnungszeiten. Branchenkenner sind schon länger der Ansicht, das die Zukunft des Einkaufens in intelligenten City-Filialen und sogenannten Urban-Stores liegt, wie chip.de berichtet.

Einkaufen nach Corona: Aldi, Lidl und Co. werden in der Zukunft wahrscheinlich digitaler

Filialen von Aldi, Lidl und Co. könnten bald viel weniger Angestellte haben. Denn die Filialen der Zukunft werden voraussichtlich sehr viel digitaler funktionieren. So könnten entnommene Produkte direkt einem Online-Warenkorb auf dem Smartphone hinzugefügt werden.

Ähnlich wie beim Online-Shopping würden dem Kunden in einem Supermarkt der Zukunft beim Verlassen des Ladens verschiedene Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Eine Kasse mit einem Mitarbeiter wäre dann nicht mehr nötig. Aber auch das Kaufverhalten könnte in den digitalisierten Filialen besser analysiert werden. So könnten Rewe, Edeka und Co. dann jeden Schritt der Kunden nachverfolgen.

Einlasskontrollen bei Aldi, Lidl und Co.: Sie werden Corona wohl überdauern

Durch die starke Digitalisierung der Filialen wird auch Diebstahl zunehmend unmöglich. Denn alle Produkte werden ständig von Sensoren erfasst. Das führt auch dazu, dass die Produkte schneller nachgefüllt werden können, da das System direkt erkennt, wenn ein Regal leer gekauft ist.

Während der Corona-Pandemie wurden in den Filialen von Aldi, Lidl und Co. Einlasskontrollen eingeführt. Diese sollen dafür sorgen, dass sich nicht zu viele Menschen in einer Supermarkt-Filiale aufhalten, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Diese Begrenzung der Kunden könnte es auch in den Filialen der Zukunft geben. Die Firma Wanzl hat beispielsweise Konzepte für sogenannte Urban-Stores veröffentlicht, in denen es diese Einlass-Bestimmungen standardmäßig gibt. (Lucas Maier) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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