NHL-Star Schubert wechselt nach Hamburg

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Christoph Schubert könnte wegen seines Wechsels in die DEL bald auch wieder in der Nationalmannschaft auflaufen

Hamburg - Die Hamburg Freezers feiern einen Transfer-Coup. NHL-Star Christoph Schubert verstärkt den finanzstarken DEL-Klub. Eine Rückkehr in seine Münchner Heimat ist damit geplatzt.

Mit dem früheren NHL-Profi schlossen die Hamburger einen Vertrag bis Juni 2012. “Für uns ist das ein guter Tag, er ist keine Notlösung. Es ist der erste Schritt nach vorne“, sagte Trainer Stéphane Richer bei der Vorstellung des 28-Jährigen, der 315 NHL-Partien bestritt.

Der ehemalige Profi der Ottawa Senators und Atlanta Thrashers will mit den Norddeutschen künftig um den Titel spielen. “Ich habe noch keine Meisterschaft gefeiert, obwohl ich zweimal nahe dran war“, sagte Schubert. In der Saison 2006/2007 hatte er mit Ottawa die Finalserie um den Stanley Cup mit 1:4 gegen die Anaheim Ducks verloren.

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In den vergangenen drei Monaten spielte Schubert beim Frölunder HC in Schwedens Eliteserie. Dass die Freezers derzeit nur auf dem elften Tabellenplatz liegen, schreckt den gebürtigen Bayern nicht. “Die Mannschaft hat viel Potenzial“, befand Schubert, der vor seinem Wechsel in die NHL 124 Partien für den Freezers-Vorgänger-Club München Barons absolviert hatte.

Ein Engagement beim DEL-Aufsteiger EHC München scheiterte nach am Geld. EHC-Manager Christian Winkler sagte der tz schon vor dem Transfer nach Hamburg: "Fakt ist, dass Christoph Schubert nach unserem Spiel am Sponntag auf mich zugekommen ist und gefragt hat, ob man mal reden könne. Daraufhin habe ich Kontakt zu seinem Agenten aufgenommen." Gegen München und für Hamburg sprach neben des Gelds, dass die Hanseaten Schubert einen Vertrag über eineinhalb Jahre zusichern konnten.

Eine Rückkehr in die NHL wollte Schubert indessen nicht ausschießen, sagte aber: “Mein Ziel sind die Freezers. Ich denke nicht jeden Tag und jede Nacht daran, wieder in Nordamerika zu spielen.“ Die Hamburger bauen fest auf den Defensivspieler. “Wir planen längerfristig mit ihm“, sagte Geschäftsführer Michael Pfad.

dpa / bb

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