Mercedes-Motorsportchef zur Stallorder

Wolff: Hamilton und Rosberg gleichberechtigt

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Chefs unter sich: Ross Brawn (l.) und Toto Wolff.

Shanghai - Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hält eine Stallorder in der Formel 1 unter bestimmten Umständen für sinnvoll. Grundsätzlich spricht er sich aber für einen Verzicht aus.

„Wir machen hier Sport, unser Maßstab sind die Zuschauer. Das dürfen wir nicht vergessen. Im Vorfeld festzulegen, wer wann ins Ziel fährt, hat nichts mehr mit Entertainment zu tun“, sagte Wolff am Freitag welt.de.

Andererseits habe der Rennstall auch eine Verantwortung für rund 300.000 Konzern-Mitarbeiter weltweit. „Wenn zwei Mercedes-Fahrer sich gegenseitig von der Strecke schießen, passt das nicht zum Image unseres Konzerns“, schränkte der 41-Jährige ein.

Wolff betonte, dass seine Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg absolut gleichberechtigt seien. „Das bleibt so lange so, bis einer der beiden eine konkrete WM-Option hat und der Andere nicht mehr. Aber auch nur dann werden wir mit der nötigen Vorsicht ins Renngeschehen eingreifen“, sagte er.

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Zuletzt hatte es auch beim Mercedes-Team Diskussionen um die Stallorder gegeben. Auf Anweisung von Teamchef Ross Brawn hatte der schnellere Rosberg beim Grand Prix in Malaysia den vor ihm liegenden Hamilton nicht überholen dürfen. Der Brite wurde Dritter vor Rosberg.

dpa

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