Deutsche Eishockey Liga (DEL)

Freitag startet die neue Eishockey-Saison: Auf geht’s zur Adler-Jagd

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Mit dem Meisterpokal: Mannheims Cheftrainer Pavel Gross (links) und Co-Trainer Mike Pellegrims, 2008 mit den Kassel Huskies in die DEL aufgestiegen, feierten am 26. April die Deutsche Meisterschaft.

Exakt 140 Tage lang hat die Sommerpause gedauert, wenn es am Freitag wieder ernst wird: Dann startet die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

Dann blasen 13 Teams zur Jagd auf den Deutschen Meister Adler Mannheim. Gemeinsam mit Markus Keller (30), 2016 Zweitliga-Meister mit den Kassel Huskies und seit 2018 Torhüter bei den Augsburger Panthern in der DEL unter Vertrag, blicken wir in Fragen und Antworten auf die neue Spielzeit.

Wer sind die Favoriten?

Klar, am Titelverteidiger führt da kein Weg vorbei. „Die Adler haben sich noch einmal extrem verstärkt“, sagt Keller. „Die erwarte ich wieder ganz vorn.“ Aber auch Vizemeister München, Serienchampion von 2016 bis 2018, sei ein Top-Team. Nach Schätzungen der Fachzeitschrift Eishockeynews verfügen beide Klubs auch über die größten Etats der Liga (Mannheim 16 Mio Euro, München 15,5). Allein ist Keller mit dieser Einschätzung nicht. In der obligatorischen Umfrage unter allen 14 Klubs, die die Deutsche Presseagentur vor Saisonbeginn veröffentlicht, geht die große Mehrzahl von einem Durchmarsch des Champions aus. Neben Mannheim und München legt sich nur Serge Aubin, Trainer der Eisbären Berlin, auf keinen Titelkandidaten fest. Das klingt dann so: „Über die Länge der Saison und der Playoffs hat das Team, das am konstantesten spielt, die größte Chance, Meister zu werden.

Welcher Klub kann Mannheim und München ärgern?

Köln gilt als heißer Kandidat. Die Haie haben mit Mike Stewart jenen Coach verpflichtet, der Augsburg in der vergangenen Saison sensationell ins Playoff-Halbfinale geführt hatte. „Schon allein deshalb schauen wir dort genauer hin“, sagt Keller. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen die Düsseldorfer, die gestern den Vertrag mit Cheftrainer Harold Kreis bis 2022 verlängerten und den zweitgrößten Umbruch hinter sich haben. 15 Spieler haben den Klub verlassen, 17 Neue kamen. Noch größer waren die personellen Veränderungen nur bei den Roosters. 17 gingen, 16 kamen, sodass Keller sagt: „Das war der größte Umbruch, ich bin gespannt, wie sich Iserlohn schlägt.“

Welcher Klub kann überraschen?

Der Torhüter tippt auf Schwenningen. Die Wild Wings haben beispielsweise mit der Verpflichtung von Ex-Husky Jamie MacQueen einen Coup gelandet. Er kommt mit der Empfehlung als zweitbester Scorer der Eisbären Berlin.

Wie viel Kassel steckt denn in der DEL?

Markus Keller, Ex-Husky, jetzt Augsburg

Der Kasseler Stürmer Justin Schütz (19) geht bei den Münchnern in seine erste Profi-Saison. In der Champions League hat er bereits getroffen. Auf Einsätze hoffen können Torhüter Mirko Pantkowski und Stürmer Yannik Valenti, die die Mannheimer allerdings zunächst einmal beim DEL2-Kooperationspartner Heilbronn geparkt haben. Gleiches gilt für Angreifer Erik Betzold, von Köln an Zweitligist Bad Nauheim verliehen. Dazu kommen prägende Ex-Huskies aus vergangenen Tagen wie Berlins Sportchef Stephané Richer, MacQueen, der die Huskies 2016 zum DEL2-Champion kürte, und Keller, der nun sogar Champions League spielt.

Wer überträgt die DEL?

Sport1 überträgt 40 Partien, darunter am Freitag Augsburg gegen München (19.25 Uhr) und am Sonntag Mannheim gegen Köln (16.55 Uhr) – es sind die Playoff-Halbfinal-Duelle der Vorsaison. Auch der kostenpflichtige Streamingdienst MagentaSport liefert Bewegtbilder. Zum Auftakt gibt’s am Freitag die DEL-Konferenz kostenlos.

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

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