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Formel 1: Einstieg von Porsche und Audi - VW-Chef Diess packt aus

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Von: Michael Haug

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Herbert Diess spricht über die Formel-1-Pläne des Volkswagen-Konzerns
Herbert Diess spricht über die Formel-1-Pläne des Volkswagen-Konzern © Jan Huebner/Taeger/imago

Volkswagen-Boss Herbert Diess bestätigt: Audi und Porsche wollen in die Formel 1 einsteigen! Vor allem bei Porsche sei der Einstieg „sehr konkret“.

Wolfsburg - Über einen Einstieg von Porsche und Audi in die Formel 1 wird schon länger spekuliert. VW gab bereits grünes Licht, wollte allerdings die Bekanntgabe des Reglements ab 2026 abwarten. Mittlerweile scheint klar: Die Autos werden kleiner und langsamer, dafür wird das Benzin 100% nachhaltig. Im direkten Dialog mit Journalisten und Bürgern hat VW-Chef Herbert Diess nun die Absichten der „Premiummarken“ Audi und Porsche bekräftigt in die Formel 1 einzusteigen. „Bei Porsche ist das schon sehr konkret, bei Audi noch nicht so sehr“ sagte der 63-Jährige Österreicher.

Porsche und Audi wollen Formel 1 aufmischen: „Geht nicht darum, dass sich Leute verwirklichen“

Porsche und Audi, die Teil des Volkswagen-Konzerns sind, haben eine Einstiegschance „durch technische Regeländerungen“, erklärt Diess. Daraufhin erwähnt das ehemalige Vorstandsmitglied von BMW die Elektrifizierung der Formel 1, wie auch die Benutzung synthetischer Kraftstoffe. „Die Formel 1 wird umweltfreundlicher,“ bilanziert er.

„Es geht nicht darum, dass sich da Leute verwirklichen und dass einer Formel 1 fahren will“, offenbart Diess. Ein anderer Fakt dürfte hingegen eine große Rolle gespielt haben. „Die Formel 1 wächst weltweit“, weiß der VW-Boss. Die Netflix-Doku „Formula 1: Drive to Survive“ habe zu einem Wachstum in den USA geführt, auch in Asien wachse das Interesse.

Formel 1: Wie sehen die konkreten Pläne von Porsche und Audi aus?

Ein Einstieg war aber nicht immer so klar, es gab Uneinigkeit im Vorstand. „Eigentlich haben wir genug zu tun“, findet Diess. „Doch die Premiummarken sehen die Formel 1 als bedeutenden Hebel, um Markenwert zu steigern“, ergänzt der VW-Boss. Audi will zudem neue Kunden in höheren Preisklassen ansprechen. Der Plan, einen gemeinsamen Motor zu entwickeln, wurde auch deshalb verworfen. „Beide haben begonnen, Motoren zu entwickeln“, verkündet Diess.

Ein komplettes Werksteam in Deutschland zu betreiben, gilt aufgrund der bürokratischen Hürden als schwierig. Es gilt als offenes Geheimnis, dass Porsche 50% der Teamanteile an Red Bull Racing übernehmen will. Audi sucht noch nach einem Partner. Aston Martin, Sauber und Williams werden gehandelt.

Formel 1: Gibt es bald wieder einen Grand Prix in Deutschland?

Wenn es nach Volkswagen-Boss Diess geht könnte es bald wieder einen Großen Preis von Deutschland in der Formel 1 geben. „Generell gehören die Rennen in die großen Autonationen, nicht nur nach Bahrain“, meint der Familienvater. Mehr Deutschland in der Formel 1 wird es auch an anderer Stelle geben. Diess verkündet, dass man in beiden Teams deutsche Fahrer wolle.

Im Moment sind in der Formel 1 nur zwei deutsche Fahrer am Start. Mick Schumacher startet für den Rennstall Haas, Sebastian Vettel fährt für Aston Martin. Ihr nächstes Rennen findet am 8.5. in Miami statt. Das Premierenrennen im Süden Floridas startet um 21:30 Uhr. Alle Sendezeiten der Formel 1 finden sie hier.

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