Streif-Sieg als Highlight

Dreßen vollendet beste Weltcup-Saison eines deutschen Abfahrers

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Thomas Dreßen vollendet die beste Weltcup-Saison eines deutschen Abfahrers.

Thomas Dreßen sichert sich beim Saisonfinale in Schweden den dritten Rang in der Abfahrtswertung. Sofia Goggia und Beat Feuz gewinnen die kleinen Weltcup-Kugeln.

Are/München - Seine "verrückte Saison" neigt sich dem Ende zu, doch die Tage, an denen Thomas Dreßen bester Laune seinen Arbeitsplatz verlässt, werden einfach nicht weniger. Auch nach der letzten Abfahrt dieses Winters am Mittwoch im schwedischen Are wirkte das 24 Jahre alte Ausnahmetalent vergnügt, aber irgendwie auch überwältigt von all dem, was ihm gelungen war in den vergangenen Wochen und Monaten.

Dreßen beendete im WM-Ort von 2019 die beste Saison eines deutschen Abfahrers seit Einführung des Weltcups 1967. Mit einem ausgezeichneten fünften Rang verteidigte er Rang drei in der Disziplinwertung. "Das ist schon cool, wenn man so etwas geschafft hat", sagte er mit einem beinahe ungläubigen Lächeln in der ARD. Allerdings, ergänzte er, sei er jetzt auch langsam "froh, wenn's vorbei ist".

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Dritter im Abfahrtsweltcup war bislang erst ein Deutscher gewesen, Franz Vogler aus Oberstdorf gleich im ersten Jahr 1967. Allerdings gab es damals nur fünf Abfahrten, und auch nur die besten Drei wurden gewertet. Dreßen ist nach Markus Wasmeier (1986/87) erst der zweite Deutsche, der dreimal in einer Saison auf dem Podest einer Abfahrt stand, aber eben auch der erste mit zwei Siegen.

Nur einer war besser als Dreßen

Nach einem herausragend konstanten Winter hatte Dreßen am Ende nur den Weltmeister und den Olympiasieger vor sich in der Gesamtwertung: Beat Feuz (Schweiz) gewann erstmals die kleine Kristallkugel, mit Rang drei in Are hielt er Olympiasieger Aksel Lund Svindal (Norwegen/4.) um 70 Punkte auf Distanz. Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr gelang zeitgleich der erste österreichische Abfahrtssieg dieser Saison.

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Auch Viktoria Rebensburg überzeugte auf der WM-Strecke für 2019, die bei den Frauen wegen schlechter Witterung auf nicht einmal eine Minute Fahrzeit verkürzt worden war: Sie wurde Vierte. Ihre achte Podestplatzierung in diesem Winter verfehlte sie nur um 0,05 Sekunden. "Ich bin immer der festen Überzeugung", sagte sie, "dass alles zurückkommt in unserem Sport, sonst wirst du eh verrückt."

Das wichtigste Rennen für Rebensburg in Are ist freilich ohnehin am Sonntag der letzte Riesenslalom, in dem sie zum dritten Mal die Gesamtwertung in dieser Disziplin gewinnen kann. Bei sehr beruhigenden 92 Punkten Vorsprung auf Tessa Worley (Frankreich) ist ihr die kleine Kristallkugel so gut wie sicher. In der Abfahrt fuhr Rebensburgs Teamkollegin Kira Weidle (Starnberg) auf Rang 18.

Goggia schnappt sich nach Gold auch die kleine Kristallkugel

Olympiasiegerin Sofia Goggia aus Italien gewann derweil nach Gold in Pyeongchang auch die kleine Kristallkugel für die Saisonbeste in der Abfahrt. Im letzten Rennen belegte sie hinter ihrer Verfolgerin Lindsey Vonn (USA) den zweiten Rang (0,06 Sekunden zurück) - und rettete damit noch drei Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung der Königsdisziplin ins Ziel. Für Goggia ist es die erste Kugel überhaupt.

Vonn hätte ihre bereits neunte Abfahrts-Kugel nur gewinnen können, hätte sich zwischen sie und Goggia eine weitere Läuferin geschoben. "Ich bin gut gefahren, aber Sofia ist auch gut gefahren. Sie hat es verdient", sagte die doch ein wenig enttäuschte Amerikanerin. Mit ihrem 82. Weltcup-Sieg ist sie aber der Bestmarke des legendären Ingemar Stenmark (Schweden/86 Siege) wieder ein Stück nähergekommen.

sid

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