Basketball-Bully

Deutscher NBA-Star von Gegenspieler schwer beleidigt: "Einfach schwul"

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Dennis Schröder (Mitte) wurde von einem Gegenspieler schwer beleidigt.

Dennis Schröder ist nach der Heimpleite mit Oklahoma City Thunder in der Basketball-Profiliga NBA von Gegenspieler Andrew Wiggins beleidigt worden.

Oklahoma City - "Ich habe keine Ahnung, was mit ihm nicht stimmt. Er hat sich einfach schwul verhalten", sagte Wiggins, der zuvor mit seinen Minnesota Timberwolves ein 119:117 bei OKC geholt hatte.

"Er hat sich ohne Grund verrückt benommen", so Wiggings weiter, "aber ich schaue durch ihn hindurch. Er ist kein Problem für mich." Stunden später folgte eine Klarstellung. Er habe äußersten Respekt vor der LGBTQIA-Gemeinschaft, also verschiedenen sexuellen Orientierungen, schrieb Wiggins bei Twitter.

Schröder war im Spiel unter anderem mit Jeff Teague, seinem ehemaligen Teamkollegen bei den Atlanta Hawks, aneinandergeraten. Beide erhielten Technische Fouls, Teague wurde disqualifiziert. Als Spieler der Timberwolves tuschelten, rief Schröder laut ESPN in deren Richtung: "Worüber lacht ihr?"

Auslöser war schwere Verletzung nach Wiggins-Attacke

Auslöser des Zoffs war die Verletzung von OKC-Spieler Nerlens Noel, der in der Abwehr unter dem Korb bei einem Dunking-Versuch von Wiggins getroffen worden und hart auf den Boden gekracht war. Noel wurde auf einer Trage vom Feld gebracht und musste wegen einer Gehirnerschütterung eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Wann er wieder einsatzbereit sein wird, ist offen.

Oklahoma kassierte gegen die Timberwolves die zweite Heimniederlage binnen zwei Tagen. Schröder kam in 28 Minuten Spielzeit lediglich auf neun Punkte, traf nur mit vier von elf Würfen aus dem Feld.

Beste Werfer bei Oklahoma waren Paul George mit 27 und Russell Westbrook mit 25 Punkten. Westbrook, der noch auf 16 Assists kam, verpasste in den Schlusssekunden zwei Dreier und vergab damit den möglichen Sieg. Oklahoma belegt mit 25:15 Siegen weiter Platz drei in der Western Conference.

Überragender Schütze der Partie war Wiggins mit 40 Zählern. Erstmals verantwortlich an der Seitenlinie stand bei den T-Wolves Interimscoach Ryan Saunders, der für den am Sonntag entlassenen Tom Thibodeau das Kommando übernahm.

SID

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