Weltcup-Finale in Oslo

Weltmeister überzeugen: Herrmann und Peiffer auf dem Podest

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Denise Herrmann wurde Zweite in der Verfolgung von Oslo. Foto: Jon Olav Nesvold/Bildbyran via ZUMA Press

Auch nach der WM läuft es bei den deutschen Biathleten blendend. Denise Herrmann und Arnd Peiffer schaffen es in der Verfolgung in Oslo jeweils auf das Podium. Am Sonntag stehen die letzten Rennen des Winters an.

Oslo (dpa) - Die Strapazen einer langen Saison waren Denise Herrmann nach ihrem nächsten Podest-Coup nicht anzusehen. Fröhlich lachte die Weltmeisterin nach ihrem zweiten Platz in der Verfolgung von Oslo und winkte gut gelaunt ins Publikum.

Zum vierten Mal in diesem Winter stand die 30-jährige Sächsin beim Weltcup-Finale der Biathleten auf dem Podest. Nur die fehlerfreie Olympiasiegerin Anastasija Kuzmina aus der Slowakei war schneller und lag nach zehn Kilometern am Holmenkollen 1:42,8 Minuten vor ihr. Dritte wurde die schwedische Einzel-Olympiasiegerin Hanna Öberg (1 Fehler).

"Ich bin noch nie so gut durch eine Saison gekommen und hatte am Ende so ein gutes Gefühl, da haben wir mit den Trainern wirklich eine gute Arbeit gemacht", sagte Herrmann, die zweimal in die Strafrunde musste, der Deutschen Presse-Agentur: "Ich bin in perfekter Form auf den Ski und darüber gerade einfach nur glücklich."

Jubeln konnte wenig später auch Einzel-Weltmeister Arnd Peiffer, der es als Dritter im Jagdrennen der Männer ebenfalls auf das Podest schaffte. Bereits zum fünften Mal in dieser Saison. "Ich freue mich sehr über das gute Rennen", sagte Peiffer. Trotz eines Schießfehlers kämpfte er sich von Platz acht auf drei nach vorne und hängte auf der Schlussrunde noch den jungen Österreicher Felix Leitner ab. "Er tat mir fast ein bisschen leid, denn er hat ein tolles Rennen gemacht", sagte Peiffer über seinen zehn Jahre jüngeren Kontrahenten.

Für das Highlight des Tages sorgte Johannes Thingnes Bö (3), der nach 12,5 Kilometern mit der norwegischen Fahne in der Hand bei seinem Heimrennen den historischen 15. Saisonsieg feierte. Nie zuvor konnte ein Biathlet öfter in einem Winter gewinnen. 18,2 Sekunden lag der siebenmalige Weltmeister Bö vor Peiffer, Zweiter wurde Bös älterer Bruder Tarjei Bö (1). Ausgelassen jubelten die Geschwister im Ziel und genossen den besonderen Moment bei traumhaftem Winterwetter.

Zweitbester Deutscher war der ehemalige Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (3) als Siebter, Lucas Fratzscher kämpfte sich von Rang 31 auf 15 nach vorne. Bei den Frauen wurde Franziska Preuß, die im Sprint am Donnerstag Platz zwei belegt hatte, nach insgesamt drei Strafrunden Siebte. Franziska Hildebrand (3) schaffte es auf Rang 19.

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier leistete sich am Schießstand ebenfalls drei Patzer und musste sich zwei Tage nach dem 27. Rang im Sprint mit fast vier Minuten Rückstand als 20. zufrieden geben. "Es ist die ersten drei, vier Runden wirklich sehr, sehr gut gegangen. Aber auf der letzten Runde hat es mir förmlich den Stecker gezogen", sagte Dahlmeier. "Der Akku ist bei vielen leer. Es wäre auch komisch, wenn man jetzt sagt, man fühlt sich frisch und könnte noch mal drei Monate so weitermachen."

Zum Saison-Abschluss findet am Sonntag (13.45 Uhr/ARD und Eurosport) in Oslo der Massenstart statt, ehe sich die Skijäger in die lange Sommerpause verabschieden. Herrmann will dabei versuchen, vielleicht noch ihren dritten Saisonsieg einzufahren: "Ich hoffe der Wind spielt mit, dann ist vieles möglich."

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