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Biathlon: Paukenschlag - Arnd Peiffer beendet seine Karriere

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Biathlon: 2018 wird Arnd Peiffer Olympiasieger in Pyeongchang. Es ist der größte Erfolg seiner Karriere, die er nun beendet.
Biathlon: 2018 wird Arnd Peiffer Olympiasieger in Pyeongchang. Es ist der größte Erfolg seiner Karriere, die er nun beendet. © picture alliance / Michael Kappeler/dpa | Michael Kappeler

Im deutschen Biathlon gibt es einen weiteren überraschenden Rücktritt. Arnd Peiffer wird seine Karriere schon vor dem letzten Biathlon-Weltcup in Östersund beenden.

Östersund - Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer beendet nur ein Jahr von den Winterspielen in Peking seine Karriere. Der 33-Jährige aus dem Harz tritt mit sofortiger Wirkung zurück und reist in dieser Woche aus familiären Gründen schon nicht mehr mit zum Weltcupfinale ins schwedische Östersund, wo ab Freitag der Abschluss der Saison ansteht. Das gab der Deutsche Skiverband am Dienstag bekannt.

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Biathlon: Arnd Peiffer beendet Karriere mit „gutem Gefühl“

„Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Aber für mich hat sich schon länger herauskristallisiert, dass nach dieser Saison der ideale Zeitpunkt zum Aufhören gekommen ist“, sagte der gebürtige Niedersachse Peiffer: „In diesem Winter konnte ich mich noch über einige gute Rennen und Erfolge freuen, und es ist wunderbar, mit dem Gefühl aufzuhören, noch konkurrenzfähig zu sein.“

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Peiffer, der am Donnerstag seinen 34. Geburtstag feiert, hatte im Februar mit Silber im Einzel in Pokljuka seine 17. WM-Medaille gewonnen. Fünfmal wurde er Weltmeister, die sportliche Krönung war der Gewinn von Olympia-Gold 2018 im Sprint von Pyeongchang.

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Sein viertes olympisches Edelmetall kann Peiffer, der in dieser Saison der älteste und konstanteste Skijäger im deutschen Team war, nicht mehr holen. Er hatte bereits mehrfach betont, dass der Ausblick auf die Winterspiele 2022 in China kein Grund sei, unbedingt weiterzumachen.

„Arnd war nicht nur im aktuellen Winter, sondern auch in den vergangenen Jahren einer unserer wichtigsten und beständigsten Leistungsträger“, würdigte Sportdirektor Bernd Eisenbichler vom DSV. Peiffer gehörte 13 Winter lang zum Nationalteam, brachte die meiste Zeit Top-Resultate und wird nun künftig schmerzlich fehlen.

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Die Zukunft von Peiffer könnte für DSV Vorstand Karin Orgeldinger gerne im bisherigen Wirkungskreis liegen: „Ein Athlet wie Arnd wäre ganz sicher auch nach seiner sportlichen Laufbahn eine Bereicherung für den deutschen Biathlonsport. In all den Jahren haben wir Arnd als hochprofessionellen und charakterlich vorbildlichen Sportler und Aktivensprecher kennengelernt. Er hat diesen Sport über viele Jahre mitgeprägt. Auf und abseits der Rennstrecken. Von daher würde ich mir wünschen, wenn er uns auch in Zukunft mit seiner Erfahrung und Expertise in irgendeiner Art und Weise zur Verfügung steht.“

Zum Biathlon kam der gebürtige Wolfenbütteler mit neun Jahren fast zwangsläufig: Das Landesleistungszentrum Sonnenberg liegt nur fünf Minuten vom Elternhaus entfernt. Nach dem Abitur und einer erfolgreichen Junioren-WM in Ruhpolding folgte er dem Rat seines langjährigen Heimtrainers Frank Spengler und schloss sich als Bundespolizist der Trainingsgruppe von Mark Kirchner in Oberhof an. Im Januar 2009 feierte Peiffer dann sein vielbeachtetes Weltcup-Debüt in Oberhof. Noch in der gleichen Saison gewann er seine ersten WM-Medaillen in Pyeongchang und sein erstes Weltcuprennen in Chanty-Mansijsk - ein Einstand, den es im DSV-Team seit Sven Fischer nicht mehr gegeben hatte.

dpa, DSV, truf

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