Niederlage gegen Sandplatzkönig

Zverev verpasst Titelverteidigung in Rom Nadal knapp - Das brach ihm gegen Nadal das Genick

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Gegen Rafael Nadal war Alexander Zverev nach an einem Sieg.

Die French Open können kommen: Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Rom zwar die Titelverteidigung verpasst, gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal verkaufte sich der Deutsche aber teuer.

Rom - Alexander Zverev kämpfte, brachte Sandplatzkönig Rafael Nadal an den Rand einer Niederlage - doch am Ende kam der Deutsche durch eine fast einstündige Regenunterbrechung aus dem Tritt. Der Weltranglistendritte unterlag Nadal im Finale des ATP-Masters in Rom trotz einer starken Leistung mit 1:6, 6:1, 3:6 und verpasste damit die erfolgreiche Titelverteidigung in der Ewigen Stadt knapp.

Zuvor hatte Zverev 13 Matches nacheinander und die Turniere in München und Madrid gewonnen. Dennoch: Die am kommenden Sonntag startenden French Open können für den gebürtigen Hamburger kommen.

Mit dem Sieg kehrt Nadal an Spitze der Weltrangliste zurück

"Rafa ist ein großartiger Champion. Es war eine großartige Serie und es ist enttäuschend, wenn man so nah dran ist. Aber ich habe gegen Rafa verloren", sagte Zverev nach der Begegnung. "Heute ist die Trophäe bei mir, aber es war ein schwieriges Match. Ich wünsche Dir alles Gute für die kommenden Jahre", sagte Nadal in Richtung seines Kontrahenten.

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Rekordchampion Nadal kehrt durch seinen achten Triumph im Foro Italico am Montag an die Spitze der Weltrangliste zurück. Für den 31-Jährigen war es der 78. Titel seiner Karriere und nach Barcelona und Monte Carlo der dritte der diesjährigen Sandplatzsaison. Damit fährt Nadal, der im Halbfinale den wiedererstarkten Serben Novak Djokovic in zwei Sätzen schlug, als Top-Favorit zu den French Open (ab 27. Mai), die er bereits zehnmal gewonnen hat.

Zverev gehört bei den French Open nun zu den Mitfavoriten

In Paris gehört Zverev trotz der fünften Niederlage im fünften Duell mit Nadal zu den Mitfavoriten auf den Titel - wenn er seine grandiose Sandplatzform auch auf der Grand-Slam-Bühne abrufen kann. Nach einigen Enttäuschungen bei den vier größten Tennisturnieren weltweit, peilt Zverev in Roland Garros mindestens das Viertelfinale an. Bislang hat er die Runde der letzten 16 im vergangenen Jahr in Wimbledon als bestes Resultat bei einem Major zu Buche stehen.

Rafael Nadal feiert ausgelassen seinen Sieg in Rom.

Doch die Voraussetzungen vor dem Höhepunkt der Sandplatzsaison sind andere. Neben Nadal ist Zverev der herausragende Spieler in diesem Frühjahr, vor seinen Titeln in München und Madrid erreichte er in seiner Wahlheimat Monaco das Halbfinale. Nach der Dauerbelastung mit 14 Spielen in 19 Tagen gönnt sich Zverev in der kommenden Woche eine Pause und geht beim zweiten Grand Slam der Saison ausgeruht und mit viel Selbstvertrauen an den Start.

Außerdem ist Zverev mittlerweile ein anderer Spieler als bei seinem bitteren Drittrunden-Aus bei den Australian Open in Melbourne im Januar. Die körperliche Entwicklung des Zwei-Meter-Mannes ist unübersehbar, auch spielerisch hat Zverev weitere Fortschritte gemacht.

Regenpause bricht Zverev gegen Nadal das Genick

Seine druckvollen und präzisen Grundschläge mixt Zverev dank seiner Übersicht immer häufiger mit Stops und klugen Netzangriffen, taktisch ist er somit zumindest auf Sand für (fast) jeden Gegner gerüstet. Nur Nadal bleibt (noch) unbezwingbar, anders als beim Davis Cup Anfang April war Zverev diesmal jedoch nicht chancenlos.

Der neue Weltranglistenerste Rafal Nadal hat mit Alexander Zverev viel Mühe.

Zverev erwischte gegen den Favoriten einen guten Start und nahm dem Spanier gleich das erste Aufschlagspiel ab - verlor aber dann komplett den Faden und den ersten Satz sang- und klanglos mit 1:6. Danach allerdings zeigte Zverev starkes Tennis und ließ Nadal phasenweise verzweifeln: Der Spanier war sichtlich konsterniert und verlor ein ums andere Mal die Fassung.

Im dritten Satz führte Zverev erneut schnell mit einem Break Vorsprung, ehe das Spiel beim Stand von 3:2 für Zverev wegen Regens insgesamt rund eine Stunde unterbrochen wurde. Nadal nutzte die Pause besser, Zverev gewann kein einziges Spiel mehr und verlor letztendlich das Match.

SID

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