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Zukünftiger MT-Profi Finn Lemke erwartet mit Magdeburg Melsungen

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Von: Björn Mahr

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Kompromisslos in der Abwehr: Finn Lemke (rechts, hier gegen MT-Spielmacher Patrik Fahlgren) möchte gegen die Melsunger zeigen, was in ihm steckt. Foto: Schachtschneider
Kompromisslos in der Abwehr: Finn Lemke (rechts, hier gegen MT-Spielmacher Patrik Fahlgren) möchte gegen die Melsunger zeigen, was in ihm steckt. © Schachtschneider

Kassel/Magdeburg. „Er wird gegen uns beweisen wollen, dass wir einen guten Handballer verpflichtet haben", meint MT-Trainer Michael Roth.

Melsungens Torjäger Johannes Sellin erklärt indes: „Spieler betonen vor dem Duell mit dem zukünftigen Arbeitgeber immer, dass es für sie eine Partie wie jede andere sei. Aber letztlich ist man doch ein bisschen nervös.“

Und was sagt der, um den es hier eigentlich geht? Was also sagt Finn Lemke, der mit dem SC Magdeburg heute ab 20.15 Uhr in der Getec-Arena auf die MT Melsungen trifft, für die er am nächstem Sommer in der Bundesliga im Einsatz sein wird? „Ich versuche das Duell als ganz normales Spiel zu betrachten. Ein klein wenig Aufregung ist sicher dabei“, räumt der 24-Jährige ein, „da gebe ich meinem Nationalmannschaftskollegen von der MT Recht.“

Lemke steht allerdings aus mehreren Gründen im Blickpunkt:

Die persönliche Situation 

Spätestens wenn er mit seinen Teamkollegen einläuft, dürfte sich die Nervosität beim 2,10 m großen Strategen ein Stückweit legen. Denn das hieße, dass er mitspielen kann. Beim 42:27-Kantersieg am Samstag in Coburg hatte Lemke wegen einer leichten Fußverletzung, die er sich vergangene Woche im Training zugezogen hatte, passen. Um gegen die MT dabei zu sein, verzichtete er auch am Sonntag auf eine Reise nach Baden-Baden zur Wahl der Sportler des Jahres. Als einer der EM-Helden hätte er es verdient gehabt, bei der Galaveranstaltung im schicken Anzug über den Roten Teppich flanieren zu dürfen. Doch die Regeneration genoss bei ihm Priorität.

Die sportliche Situation 

Auch wenn Lemke gegen die Franken durch Fabian van Olphen und Zeljko Musa im Deckungszentrum gut vertreten wurde - aus der Abwehr des SCM ist der Hüne praktisch nicht wegzudenken. Nach Ballgewinn am eigenen Kreis geht er auch schon mal mit nach vorn. Da der dänische Angreifer Michael Damgaard aber beim SCM im linken Rückraum gesetzt ist, kommt Lemke im Positionsangriff selten zum Einsatz. Und das, obwohl er zu Lemgoer Zeiten viele Tore aus dem Positionsangriff warf. Bei der MT soll ihm auch die Rolle des Distanzschützen zukommen.

Die private Situation 

Wo er nach seinem Wechsel zur MT genau leben wird, vermag er noch nicht zu sagen. „Fragen Sie besser meine Freundin“, erklärt Lemke schmunzelnd. Damit will er sich im nächsten Jahr beschäftigen. Einige seiner zukünftigen Kollegen schätzen die Ruhe und Beschaulichkeit der Kleinstadt Melsungen, andere mögen es etwas lebhafter und haben sich in Kassel niedergellassen.

Geplant ist allerdings, dass er als Ehemann zur MT kommt. Im Sommer wird der gebürtige Bremer seine Jacqueline in deren Heimat Lemgo zum Traualtar führen.

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