Wechsel nach Hamburg für MT-Trainer Roth kein Thema

Michael Roth

Melsungen. Nach der Trennung vom Schweden Per Carlen dreht sich beim deutschen Handball-Meister HSV Hamburg das Personalkarussell. Wechselt MT-Trainer Michael Roth eventuell?

Michael Roth hat am Neujahrstag reichlich Anrufe bekommen. Dabei ging es allerdings nicht nur um gute Wünsche für den Trainer der MT Melsungen für 2012, sondern auch um seine Zukunft beim heimischen Handball-Bundesligisten. Unter den eher besorgten Anrufern war MT-Aufsichtsratvorsitzende Barbara Braun-Lüddicke, die er indes beruhigen konnte.

„Ich habe in Melsungen noch viel vor“, teilte der Ex-Nationalspieler seiner erleichterten Chefin mit. Und wischte damit Gerüchte vom Tisch, als Nachfolger des entlassenen Per Carlén beim HSV Hamburg im Gespräch zu sein. Die waren unter anderem durch seine freundschaftlichen Bande zu HSV-Präsident Martin Schwalb aufgekommen. Roth, der im Oktober 2010 Matjaz Tominec ersetzt hatte, hat bei den Nordhessen noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013.

Der deutsche Meister ist für ihn also kein Thema, wohl aber einige Umstrukturierungsmaßnahmen im Melsunger Kader, um das „interessante Projekt Melsungen“ (Roth) nach vorne zu bringen. Womöglich sogar noch in der Winterpause, spätestens aber für die kommende Saison. „Wir brauchen Typen“, erklärt der MT-Coach angesichts der Wankelmütigkeit seiner Mannschaft. Die ist nach tollem Saisonstart seit elf Spielen ohne Sieg.

Wie Roth mitteilte, werden zum Saisonende Michael Schweikardt und Alin Sania den Verein verlassen, während er weiterhin auf Christian Zufelde setzt. Auch mit Nachwuchstorwart Marc Lauterbach (Zweitspielrecht für die HSG Gensungen/Felsberg) soll der Vertrag verlängert werden. Trotzdem ist geplant, zumindest für die kommende Saison noch einen Nachfolger für Mario Kelentric, der seine Karriere beenden wird, zu verpflichten.

Ohne die Europameisterschaftsteilnehmer Nenad Vuckovic, der für Gastgeber Serbien spielt, und Alin Sania (Rumänien) fliegt die MT am 10. Januar ins Trainingslager auf Fuerteventura, wo die Konditionsarbeit im Vordergrund steht. Unklar ist noch die Teilnahme des verletzten Grigorios Sanikis, der länger auszufallen droht. (ohm)

Quelle: HNA

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