Serbischer Handballer ist der einzige Melsunger Vertreter bei der WM in Schweden

Vuckovics Ziel: Olympia 2012

Melsungen/Malmö. Als Nenad Vuckovic vor ein paar Tagen in seiner Heimat Serbien ein Interview gab, da wurde der Handball-Nationalspieler von der MT Melsungen auf die guten Ergebnisse und Testspielleistungen der Auswahl angesprochen – auf das 39:27 gegen Österreich und das 39:26 gegen Bosnien Herzegowina. „Mir wäre es durchaus etwas lieber gewesen, wenn wir da schlechter gespielt hätten“, sagte Vuckovic.

Klar, vor einem Jahr ließen er und seine Kollegen im Vorfeld der EM in Österreich auch mit bemerkenswerten Resultaten aufhorchen, um dann lediglich den 13. Rang im Endklassement zu belegen.

Ein derartiges Abschneiden wäre für die Serben entschieden zu wenig. Sie wollen unbedingt unter die ersten sieben Teams kommen, um sich damit die Chance auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London zu erhalten. Dafür dürfen sich Vuckovic und seine Mitstreiter schon in der Vorrundengruppe C kaum Schwächen erlauben. „Gegen Kroatien und Dänemark haben wir nichts zu verlieren“, sagt der 30-Jährige, „die abschließende Partie gegen Rumänien wird ein Schlüsselspiel sein.“ Vorausgesetzt, dass es für Serbien zum Start die erwarteten Erfolge gegen Algerien und Australien zu feiern gibt.

Kein Duell mit Sania

Auf das Duell mit den Rumänen hatte sich Vuckovic ganz besonders gefreut. In der Annahme, dass er dann auf MT-Mannschaftskamerad Alin Florin Sania treffen wird. Doch der Rückraumschütze - immerhin einer der Helden in der erfolgreichen Qualifikation gegen Russland - wurde aus dem Kader für Schweden gestrichen. „Das ist echt schade, aber so ist Profi-Handball“, bemerkt Nenad Vuckovic, der nun als einziger Melsunger Profi bei der WM in Skandinavien im Einsatz ist.

Der Serbe ist in seiner Mannschaft gesetzt – genauso wie seine Bundesliga-Kollegen Zarko Sesum (Rhein-Neckar Löwen) und Momir Ilic (Kiel). Nicht nur, weil er sich bei vorangegangenen Turnieren als wertvoller Stratege herauskristallisierte, sondern weil er auch maßgeblich am Aufschwung der MT in den vergangenen Wochen beteiligt war. „Die Vorstellungen im Verein werden mir Selbstvertrauen für die WM geben“, betont Vuckovic.

Durch die gute Auslosung mit zwei vermeintlich leichten Aufgaben zu Beginn des Wettbewerbs in Skandinavien haben er und die Serben sogar die Möglichkeit, einiges im Angriff auszuprobieren. Und den Beweis anzutreten, dass die Siege in den beiden letzten Tests kein schlechtes Omen für die Weltmeisterschaft waren. Archivfoto:  Koch

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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