MT: Aus Rio zum Vierländertunier

Sellin, Kaiser und Ex-Gensunger Rymanow mit DHB-Auswahl im Einsatz

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Hier noch gegen-, an diesem Wochenende miteinander: Melsungens Johannes Sellin spielt zusammen mit Uwe Gensheimer (links) für die deutsche Auswahl beim Vierländerturnier.

Melsungen/Dortmund. Verglichen mit den Reisekilometern, die er nach Weihnachten bewältigte, haben die Trips der kommenden Tage eher den Charakter von Tagesausflügen. Denn Johannes Sellin von der MT Melsungen ist erst am Mittwoch vom wohl verdienten (Kurz-) Urlaub aus Rio de Janeiro zurückgekehrt. 

Er unterzieht sich an diesem Wochenende mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei einem Vierländerturnier drei Tests.

Nachdem sich der Rechtsaußen und seine Kollegen gestern in der Sportschule in Kamen-Kaiserau getroffen haben, treffen sie heute (20.15 Uhr) in der Dortmunder Westfalenhalle auf Österreich. Am Samstag (17.15 Uhr) geht es in Krefeld gegen Russland, ehe am Sonntag in Oberhausen (18 Uhr, live bei Eurosport) zum Abschluss mit der Vertretung Islands der dritte EM-Teilnehmer wartet.

Auch wenn er es durchaus genossen hat, an Silvester seinen 23. Geburtstag unter der Sonne Brasiliens zu feiern, fiebert er den nächsten Auftritten mit dem DHB-Team entgegen: „Es ist eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass es eigentlich ein Unding ist, dass Deutschland bei der Europameisterschaft in Dänemark nicht dabei ist.“ Der Linkshänder stand zwar wegen einer Sprunggelenksverletzung zuletzt in der Bundesliga nicht zur Verfügung, ist aber mittlerweile schmerzfrei und kann Patrick Groetzki auf der rechten Seite entlasten. Für Sellin, der sich vor allem auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Berliner Nebenmann Konstantin Igropulo (Nationalspieler Russland) freut, sind es mittlerweile die Länderspiele 17 bis 19.

Da kann Bernd Kaiser eine ganz andere Bilanz vorweisen. Denn wenn der MT-Pressesprecher wie geplant bei allen sechs Partien dieser Veranstaltung als Moderator eingesetzt wurde, hat er schon bei 162 Länderspielen als Hallensprecher fungiert. „Fast mehr als die gesamte junge deutsche Truppe hinter sich hat“, kommentiert der Lohfeldener schmunzelnd.

Neben Johannes Sellin und Kaiser wird bei dem Turnier zumindest noch ein Mann gefordert sein, der in Nordhessen gut bekannt ist. Alexandr Rymanow, in der Zweitliga-Serie 2007/2008 als Trainer für die HSG Gensungen/Felsberg verantwortlich, ist der Assistent vom russischen Chefcoach Oleg Kuleschow.

Von Björn Mahr 

Quelle: HNA

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