Kommentar zur MT-Jugendarbeit: Traum vor Ort leben

Kassel. Die MT Melsungen hat erstmals das Jugendzertifikat der Handball-Bundesliga erhalten. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Gerald Schaumburg.

Es hat einige Jahre gedauert, bis die MT Melsungen auch bei der Förderung des Nachwuchses endlich erstklassiges Niveau erreicht hat und somit jetzt auch auf diesem Sektor die DHB-Anforderungen erfüllt. Das Zertifikat ist Lohn und Bestätigung für die immensen Anstrengungen – wirtschaftlich und infrastrukturell. Ein Gütesiegel, mit dem für die Talente-Wohngemeinschaft, die enge Verzahnung mit Schulen und die sportliche Perspektive geworben werden kann. Für einen Traum, der vor Ort gelebt werden kann.

Kreisläufer Johannes Golla kam einst aus Wiesbaden, nun ist er als fester Bestandteil des Bundesliga-Kaders das erste Gesicht der Melsunger Talentförderung. Andere, wie Dimitri Ignatow und Fin Backs, kamen aus der Region, und auch sie haben ihre Chance genutzt. Gefördert von einem Verein, der etwas anpackt. Der in junge Perspektivspieler investiert ebenso wie in ihre Ausbilder, in Trainer auch aus der Region.

Beides hat bei abgebenden Vereinen nicht nur für Begeisterung gesorgt, sondern auch für Verdruss. Weil deren Teams ohne ihre Besten in Hessen nun kaum noch mithalten können und so die Region auch ihre nötige Vielfalt und Konkurrenzfähigkeit einbüßt. Aber: Nicht alle Talente werden den Sprung auf Bundesliga-Niveau schaffen, sondern zu Klubs der Region zurückkehren – bestens ausgebildet bei der MT.

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Quelle: HNA

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