Selbstbewusst in den Hexenkessel

Das spricht für einen Sieg der MT Melsungen in Göppingen

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Treffen auch heute aufeinander: Philipp Müller (rechts) und Göppingens Tim Kneule. 

Können die Handballer der MT Melsungen nachlegen? Kann das Bundesliga-Team nach dem 31:27-Heimsieg gegen Minden den nächsten Erfolg landen?

Heute ab 19 Uhr (unser Liveticker ab 18.30 Uhr) müssen die Schützlinge von Trainer Michael Roth in der EWS-Arena bei Frisch Auf Göppingen ran. „Ein richtungsweisendes Duell für uns“, betont Roth. Nur bei einem doppelten Punktgewinn bleiben die Melsunger in Schlagdistanz zu den Klubs an der Tabellenspitze.

Was für und was gegen einen Melsunger Sieg spricht:

Das macht Hoffnung

  • Die personelle Lage: Zwar wird Abwehrchef Finn Lemke wegen neuerlicher Oberschenkelprobleme ausfallen, die Gäste sind aber besser aufgestellt als zuletzt. Torjäger Julius Kühn ist wieder fit, und Torwart Johan Sjöstrand hat nach überstandenem grippalen Infekt wieder das Training aufgenommen.
  • Das Minden-Spiel:Der Sieg hat uns Selbstvertrauen gegeben. Wir können viel Positives mitnehmen“, sagt Rechtsaußen Tobias Reichmann. Speziell in punkto kämpferischer Einstellung zeichnete sich die MT im zweiten Abschnitt aus. Reichmann ergänzt: „In der Offensive lief es bei uns zuletzt sowieso recht gut.“ Philipp Müller präsentierte sich als Kühn-Vertreter von seiner besten Seite.
  • Das letzte Spiel in Göppingen: 30:29 gewannen die Melsunger im Mai 2017. Drei Sekunden vor Ende stellte Linksaußen Michael Allendorf per Heber den Sieg sicher. Felix Danner glänzte seinerzeit mit sechs Toren. „Wir müssen versuchen, dass wir uns schnell auf drei, vier Treffer absetzen können. Damit es im Hexenkessel in Göppingen erst gar nicht brodelt“, erklärt Kreisläufer Danner.

MT Melsungen - der Kader der Saison 2017/2018

Das gibt Anlass zur Sorge

  • Die personelle Lage: Für das Tor haben die Melsunger mit Sjöstrand, Simic und Mathias Lenz drei Optionen. Doch keiner davon ist zurzeit im Vollbesitz seiner Kräfte. Lenz hatte sich gegen Minden die Schulter geprellt. Roth hat sich noch nicht entschieden, ob er den wiedergenesenen Sjöstrand oder den Rekonvaleszenten Simic in die Startsieben beordert.
  • Das letzte Spiel gegen Göppingen: Kurz vor Weihnachten kassierte die MT eine 27:30-Schlappe in eigener Halle. „Die Niederlage hat wehgetan. Wir wollen uns dafür schon revanchieren“, stellt Roth klar.
  • Der Gegner: Der amtierende Europapokalsieger aus Schwaben ist nach wie vor dezimiert. So fehlen die Linkshänder Adrian Pfahl, Anton Halen und Tomas Urban. Die Ausfälle steckte das Team von Coach Rolf Brack allerdings zuletzt gut weg. Auch, weil der Rückraum stark besetzt ist: Dafür stehen Tim Kneule, Zarko Sesum, Daniel Fontaine, Jens Schöngarth (der sich auf alte Bekannte freut) und Allan Damgaard zur Verfügung. „Besonders im Umschaltspiel ist Göppingen gefährlich“, warnt Reichmann.

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Quelle: HNA

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