Handball-Bundesliga

MT Melsungen: Neuzugang Domagoj Pavlovic: "MT war beste Option"

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Für ihn erfüllt sich mit dem Wechsel in die Bundesliga ein Traum: Domagoj Pavlovic. Foto: Andreas Fischer

Drei Neuzugänge hat Handball-Bundesligist MT Melsungen: Hier nun stellen wir Domagoj Pavlovic vor, den neuen Spielmacher.

„Mach’ das!“ Als Domagoj Pavlovic ein Angebot vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen erhielt, ging er auf Nummer sicher – und fragte bei seinem Verein RK Zagreb gleich einmal den Mann, der ihm die Entscheidung am ehesten erleichtern konnte. Torwarttrainer Mario Kelentric, inzwischen 45 und von 2007 bis 2012 in Melsungen zwischen den Pfosten, sagte ohne lange zu überlegen: „Mach’ das! Geh’ dahin! Ich hatte bei der MT einige meiner schönsten Jahre.“ Pavlovic sagte zu und unterschrieb einen Vierjahresvertrag.

„Für mich hat sich mit dem Wechsel in die Bundesliga ein Traum erfüllt, und Melsungen war die beste Option“, betont der 25-Jährige. Zumal bei der MT auch ein kroatischer Nationalmannschaftskollege von ihm spielt: Marino Maric. Im Trainingslager in Esslingen schauten sich die Landsleute nun im Foyer des Hotels auf dem Handy einen Livestream mit dem rauschenden Empfang der WM-Fußballer in Zagreb an.

Im Juni hatten sich die beiden MT-Handballer mit der Auswahl ihres Heimatlandes einen Startplatz bei der WM 2019 in Deutschland und Dänemark gesichert. Während der Qualifikationsspiele lernte Maric mit Pavlovic bereits Deutsch-Vokabeln. Noch spricht der Spielmacher kaum Deutsch, mit seinen Teamkameraden kann er sich aber gut in englischer Sprache verständigen. Seine Frau Jana wird ihm erst im August nach Deutschland folgen. Im Trainingslager in Esslingen sowie ab heute in Luzern kann ihm beim Einstieg auch Finn Lemke helfen. Der neue Kapitän ist der Zimmerkollege von Pavlovic.

MT Melsungen - die Mannschaft der Saison 2018/2019

Wer sich diverse Videos von Pavlovic bei Youtube ansieht, stellt schnell fest, dass der spielstarke Angreifer über enormes Potenzial verfügt: Den Torhütern der Bundesligisten aus Flensburg, aus Kiel sowie von den Rhein-Neckar Löwen gab er im Europapokal schon einige schier unlösbare Rätsel auf und glänzt eben nicht nur als Vorbereiter, sondern auch als exzellenter Schütze. „Ich möchte auch in der Bundesliga so schnell wie möglich zeigen, was ich kann“, erklärt der 1,89m große Rechtshänder.

Mit RK Zagreb sammelte er nicht nur auf internationaler Bühne Erfahrung, sondern wurde wiederholt auch kroatischer Meister und Pokalsieger. Seine vorherigen Stationen waren MRK Dugo Selo und Dubrava. Das Handball-Einmaleins erlernte er in seiner Heimatstadt Ivanic Grad – etwa 35 Kilometer von der Hauptstadt Zagreb entfernt, wo er bis zum Frühjahr unter Vertrag stand. Und wo ihm ein Ex-Melsunger einen wertvollen Tipp gab.

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Quelle: HNA

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