Grimm bittet Team nach Fuerteventura

MT Melsungen startet am Donnerstag in die Vorbereitung der zweiten Saisonhälfte

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Heiko Grimm guckt grimmig: Dabei freut sich der MT-Trainer auf das Wiedersehen mit seinen Spielern.

Für die Handballer der MT Melsungen ist der Urlaub vorbei. Der Bundesligist reist nach Fuerteventura zum einwöchigen Trainingslager.

Wobei sich das erste Ziel des heimischen Bundesligisten erst mal nach Erholung in der Sonne anhört. Dem ist aber nicht so. Trainer Heiko Grimm bittet seine Spieler nach Fuerteventura – und mit Entspannung hat der einwöchige Trip nichts zu tun. Wie in den vergangenen Jahren werden die MT-Profis auf der kanarischen Insel fit gemacht für den zweiten Teil der Saison.

Bevor der MT-Tross am Freitag in den Flieger Richtung Spanien steigt, absolvieren die Handballer bereits am Donnerstag zwei Einheiten in Melsungen. „Ich freue mich schon auf die Jungs“, sagt Grimm. Nach dem Training wird das Team gemeinsam das WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Korea anschauen. Am Tag danach geht es ab in den Süden. Was sonst noch wichtig ist vor dem Start der MT in die Vorbereitung:

Das Personal

Für taktische Feinheiten ist das Trainingslager auf Fuerteventura tatsächlich nicht gedacht. „Ich habe aktuell ja nur sechs gesunde Feldspieler“, sagt Grimm. Immerhin reisen die verletzten Domagoj Pavlovic und Marino Maric mit. Es sei wichtig, dass die beiden bei der Gruppe sind. Maric kann Laufeinheiten absolvieren, außerdem kümmern sich zwei Physiotherapeuten um die Angeschlagenen und Rekonvaleszenten. Zu ihnen zählen Michael Allendorf und Timm Schneider.

Nicht mit zur Reisegruppe gehört hingegen Julius Kühn, der eine Reha in den USA beginnt. Roman Sidorowicz weilt wegen Prüfungen in der Schweiz – dort holt er das Abitur nach. Michael Müller kommt ebenfalls nicht mit, weil seine Freundin Kaja hochschwanger ist und in Kürze der Geburtstermin ansteht. Finn Lemke kämpft mit der Nationalmannschaft um den WM-Titel, „und bei Tobi Reichmann haben wir ihm die Entscheidung überlassen“, sagt Grimm. Vermutlich wird der Rechtsaußen aber in Deutschland bleiben.

Das Hotel

Anders als in den Vorjahren gastiert die MT dieses Mal nicht im Robinson-Club, sondern im Hotel Payitas. „Wir haben ein Hotel an der Ostküste gefunden, wo wir ideale Trainingsmöglichkeiten haben“, sagt Grimm. Die Anlage sei speziell auf Sport ausgerichtet. Vor Ort gib es eine Handball-Halle, ein 50-Meter-Becken zum Schwimmen, und im Außenbereich können Hindernisläufe absolviert werden. „Das Hotel bietet wirklich viel. Alle Aktivitäten sind da geplant.“ Letztlich sei es wichtig, für die Spieler eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Die Inhalte

Wie gesagt, es geht nicht um taktischen Feinschliff, sondern um konditionelle Grundlagen. Pro Tag sind drei Einheiten vorgesehen. Vormittags ab 10 Uhr steht Krafttraining auf dem Programm, am Nachmittag geht es in die Halle, und im Anschluss „werden die letzten Reserven bei Ausdauer-Übungen wie Schwimmen oder Spinning rausgepresst“, kündigt Grimm an. Sicher ist schon jetzt: In den kommenden Tagen wird sich Athletik-Trainer Florian Sölter bei den Profis der MT Melsungen nicht besonders beliebt machen.

Aber natürlich gehören zu einem Trainingslager auch angenehme Programmpunkte. Gruppendynamische Aktivitäten heißt das heutzutage. Oder einfach: Mannschaftsabende. Davon sind zwei vorgesehen. Da dürfe auch mal ein Bier getrunken werden, sagt Grimm: „Das kann dann ruhig etwas länger dauern.“

Am Freitag, 18. Januar, geht es wieder zurück. Dann haben die Spieler erst mal zwei Tage frei.

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Quelle: HNA

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