Sieben Wünsche vor der neuen Spielzeit

Hoffen auf Grimms Märchen: MT Melsungen startet in die Saison

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Die MT Melsungen beim Sparkassen-Handballcup 2018 Anfang August

Kassel. Es geht los. Am morgigen Donnerstag beginnt für die MT Melsungen die Saison der Handball-Bundesliga. Das wünschen wir uns vor dem Auftakt

Mit dem Heimspiel gegen den SC Magdeburg (19 Uhr) eröffnet die Mannschaft von Trainer Heiko Grimm in der Kasseler Rothenbach-Halle ihre neue Spielzeit. Nach der verkorksten Vorsaison mit Unruhe und verpassten Zielen sind die Erwartungen hoch. „Ich bin zuversichtlich. 

Das Team ist sehr gut zusammengewachsen“, sagt die MT-Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke. Und weil der Trainer einen für unsere Region wunderbar passenden Namen trägt, sagen wir es mit einem Wortspiel: Die MT-Fans hoffen auf Grimms Handball-Märchen. Das Potenzial für den großen Wurf ist jedenfalls vorhanden. Auf dieser Seite stellen wir den MT-Kader vor und formulieren Wünsche für die Saison.

Anfang Juni nächsten Jahres wissen wir mehr. Dann bestreitet die MT Melsungen gegen den TBV Lemgo ihr letztes Saisonspiel. Bis dahin hat der heimische Handball-Bundesligist 34 Begegnungen vor der Brust. Was wir uns von der neuen Spielzeit erhoffen:

1. Blick nach oben: Das vergangene Jahr dient als negatives Beispiel. Da war schnell klar, dass für die MT weder nach oben etwas möglich ist noch nach unten etwas passieren kann. Von daher lautet der Wunsch, dass die Mannschaft von Heiko Grimm während der Saison nur den Blick nach oben richtet und darüber hinaus auf den Top-Plätzen etwas ausrichtet. Der Kampf um die Meisterschaft und das Rennen um die Europapokal-Plätze war in der vergangenen Saison spannend wie selten zuvor. Wäre schön, wenn es dieses Mal ähnlich packend zugeht – und die MT Melsungen dabei ein Wörtchen mitredet.

2. Teamwork auf der Mitte: Der MT-Trainer hat den Luxus, mit drei Spielmachern in die Saison zu starten – mit Lasse Mikkelsen, Timm Schneider und Neuzugang Domagoj Pavlovic. Insofern ist Teamwork auf der Mitteposition gefragt und ein gutes Händchen von Grimm. „Wir haben eine gute Mischung. Wir sind unterschiedliche Spielertypen“, sagt Mikkelsen. Allerdings liege darin auch eine Gefahr, wenn der eine oder andere weniger Spielanteile bekommt, ergänzt der Däne: „Der Trainer wird das hinbekommen. Aber ich möchte nicht mit ihm tauschen.“

3. Varianten in der Deckung: In den vergangenen Jahren setzte die MT vor allem auf eine 6:0-Formation – nur in Ausnahmesituationen verteidigte sie mit einem vorgezogenen Defensivmann. Jetzt haben die Nordhessen nicht nur die Variante, bei der Marino Maric oder Michael Allendorf auf der Spitze agieren, sondern auch ein System mit dem 2,10 Meter großen Finn Lemke in vorgerückter Stellung. „Das ist für jeden Gegner eine große Herausforderung“, sagt Abwehrkollege Philipp Müller. Eine stabile Hintermannschaft macht es auch den Torhütern Nebojsa Simic und Johan Sjöstrand einfacher.

4. Tempo auf dem Feld: Schnell soll’s gehen: Ballgewinn, sofort nach vorn – Tor. Damit die Melsunger ihrem Tempospiel noch mehr Esprit verleihen können, legte Athletiktrainer Florian Sölter in den vergangenen Wochen viel Wert auf Ausdauertraining. Das MT-Motto „60 Minuten Vollgas“ soll nicht nur eine Floskel sein.

5. Lehren aus der Vorbereitung: Oft, wenn ein Testspiel losging, war bei den Melsungern noch längst nicht viel los: Das Team litt unter erheblichen Startschwierigkeiten. Es ist den MT-Profis zu wünschen, dass sie diese Probleme in den Griff bekommen haben. In der Vorbereitung ließen sich gegen teilweise unterklassige Gegner die Rückstände noch aufholen – gegen eine Mannschaft wie die aus Magdeburg wird dies nicht so einfach sein.

6. Stimmung in der Rothenbach-Halle: Der Punkt bereitet fast am wenigsten Sorgen. Denn: Die MT zieht die Fans an. Obwohl es in der vergangenen Serie nicht rund lief, war die Messehalle fast immer ausverkauft – und damit viel Stimmung unterm Dach.

7. Ruhe auf der Bank: Wenn die ersten sechs Wünsche in Erfüllung gehen, wird der siebte automatisch eintreten. Dann wird Heiko Grimm in Ruhe arbeiten können. Lob bekommt der Trainer vorab von seiner Chefin. Barbara Braun-Lüdicke sagt: „Ich schätze seine Akribie und Herangehensweise.“ Na dann. 

MT Melsungen - die Mannschaft der Saison 2018/2019

Quelle: HNA

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