Handballer vergeben im Hessenderby zu viele Chancen

MT Melsungen verliert auch in Wetzlar - Philipp Müller im Krankenhaus

Wetzlar. Die MT Melsungen hat zum dritten Mal in Folge verloren. Nach der Niederlage in Hannover und der Schlappe gegen Hüttenberg unterlag die MT diesmal im Hessenderby bei der HSG Wetzlar.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 17.32 Uhr - Vor 4421 Zuschauern in der ausverkauften Rittal-Arena hieß es nach 60 Minuten 28:31 (12:18). Dabei vergab der Tabellensiebte zu viele Möglichkeiten.

Das erste Auswärtsspiel für den neuen Trainer Heiko Grimm begann so schlecht wie die Heimpremiere geendet hatte. Eine Woche nach der Pleite gegen Hüttenberg geriet Melsungen schnell mit 0:4 in Rückstand (6.). Bei den Nordhessen erhielt der schwedische Schlussmann Johan Sjöstrand diesmal den Vorzug vor dem Montenegriner Nebojsa Simic, auch Rechtsaußen Arjan Haenen stand in der Startsieben – anstelle von Tobias Reichmann.

Offenkundig war die Verunsicherung bei den Gästen vor allem im Angriff, wo zu wenig Druck auf die Nahtstellen entwickelt wurde. So hatte die HSG dank einer aggressiven Deckung sowie eines überzeugenden Torwarts Benjamin Buric die volle Kontrolle über die Partie. Zwar kam die MT durch Marino Maric (12.) auf 4:5 heran, aber in der Folgezeit wuchs der Rückstand stetig an. In der 21. Minute stand es 13:7 für die Mittelhessen. Obwohl Grimm schon früh die zweite Auszeit nahm, von 6:0- auf 5:1-Abwehr umstellte und auch Simic sowie Reichmann einwechselte, kam nicht so recht Stabilität ins Melsunger Spiel. Bezeichnend für die MT-Probleme: Erst kurz vor der Pause gelang Torschütze vom Dienst Julius Kühn sein erster Treffer. 12:18 stand es zur Pause – eine Vorentscheidung?

Also eines war den Melsungern schon mal nicht abzusprechen: Kampfgeist. Sie kämpften um ihre Chance, ins Spiel zurückzukehren. Regisseur Lasse Mikkelsen hatte einige gute Aktionen, verpasste dann aber vom Siebenmeterpunkt aus das mögliche 16:20 (36.). Und da kurz darauf Michael Allendorf beim Konter nur die Latte traf, stellte die HSG durch Olle Forsell Schefvert auf 21:15. Auch in der Folgezeit ließ die MT Melsungen beste Möglichkeiten ungenutzt. Zudem hatte das Grimm-Team mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen Pech. Eine zweimalige Zwei-Minuten-Strafe gegen Kreisläufer Marino Maric (42.) passte absolut ins Bild.

Mit einem noch entschlosseneren Zupacken in der Abwehr versuchte die MT noch einmal eine Wende herbeizuführen. Johannes Golla bekam in der Schlussphase Einsatzzeiten in Abwehr und Angriff und traf auch einige Male sehenswert. Doch da die Melsunger Mannschaft insgesamt zu viel liegen ließ, gelang den Nordhessen nur noch Ergebniskosmetik.

Philipp Müller mit Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus

Nach dem Spiel wurde bekannt, dass Philipp Müller mit Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Eine Diagnose steht noch aus.

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © MT Melsungen / nh

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