„Ich weiß, dass ich meinen Anteil am Erfolg habe“

Vor Spiel MT Melsungen gegen Rhein-Neckar Löwen: Trainer Gudmundsson blickt auf die Zeit beim Ex-Klub

Der damalige Rhein-Neckar-Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson (links) 2011 mit Spielmacher Andy Schmid.
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Das war vor zehn Jahren: der damalige Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson (links) mit Spielmacher Andy Schmid.

Für Gudmundur Gudmundsson ist es kein normales Spiel. Wenn der Coach mit Handball-Bundesligist MT Melsungen morgen ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle die Rhein-Neckar Löwen empfängt, dann trifft der Isländer erstmals wieder auf den Klub, für den er von 2010 bis 2014 erfolgreich tätig war.

Kassel – Für Gudmundur Gudmundsson ist es kein normales Spiel. Wenn der Coach mit Handball-Bundesligist MT Melsungen morgen ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle die Rhein-Neckar Löwen empfängt, dann trifft der Isländer erstmals wieder auf den Klub, für den er von 2010 bis 2014 erfolgreich tätig war. Erst war er Sportlicher Leiter, dann übernahm er den Trainerjob bei den Mannheimern.

Gudmundsson über …

...die Zeit bei den Rhein-Neckar Löwen: „Es war eine Riesenaufgabe. Die Zeit war sehr wichtig für mich. Der damalige Löwen-Großsponsor Jesper Nielsen gab mir einen Fünf-Jahres-Vertrag. Er wollte damit ein Zeichen setzen, nachdem der Verein zuvor so oft den Trainer gewechselt hatte. Wir haben eine neue Mannschaft aufgebaut. Im dritten Jahr hatte ich das Team so zusammen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bin ein Stück weit stolz auf meine Arbeit bei den Löwen. Ich weiß, dass ich meinen Anteil am Erfolg des Klubs habe.“

...die spektakulärsten Transfers: „Wir haben eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt und tolle Spieler nach Deutschland geholt – von den Guardiola-Brüdern Gedeon und Isaias über Niklas Landin und Andy Schmid bis hin zu Kim Ekdahl du Rietz. Es spricht für sich, dass vier davon noch heute große Rollen in der Bundesliga besitzen. Die Verpflichtung von Andy Schmid war in erster Linie ein Verdienst von Jesper Nielsen. Er wollte ihn unbedingt haben. Zumindest kannte ich Andy schon aus der dänischen Liga. Und es ist nie verkehrt, wenn man einen Spieler schon mal live gesehen hat. Andy brauchte wie viele andere Spieler etwas Eingewöhnungszeit. Ab seinem dritten Jahr entwickelt er sich aus meiner Sicht zum besten Spielmacher der Welt. Ich habe ihm mein volles Vertrauen gegeben – und er hat die Aufgabe gemeistert. Der Transfer von Torwart Niklas Landin zog sich damals zwei Jahre hin. Ich kannte ihn schon aus Dänemark, weil ich ihn im Alter von 19 Jahren die Chance gegeben habe.“

MT stimmt Fans mit „Kurz vor Anpfiff“ ein

Handball-Bundesligist MT Melsungen informiert seine Fans vor dem Spiel ab 18 Uhr bei „Kurz vor Anpfiff“. Unter den Gästen ist Geburtstagskind Julius Kühn. Die Moderation hat Pressesprecher Bernd Kaiser. Die Pressekonferenz nach dem Spiel strahlt die MT ebenfalls bei Youtube aus. Den Link finden Sie hier.

... die größten Erfolge: „Als wir 2011 das Halbfinale der Champions League erreicht haben, hatten wir auch schon eine gute Mannschaft - und wir haben auch gute Spiele gezeigt. Aber dem Team fehlte die Konstanz. Zwei Jahre später haben wir dann den ersten Titel in der Löwen-Geschichte geholt: Der EHF-Pokal-Sieg 2013 war ein Meilenstein für den Verein. Zumal es eine Riesenaufgabe im Endspiel war – gegen Gastgeber Nantes.“

...den bittersten Moment: „Die verpasste Deutsche Meisterschaft 2014 war eine Riesen-Enttäuschung für uns. Wir waren mit dem THW Kiel auf Augenhöhe. Es war eine herausragende Saison - nur zwei Tore haben gefehlt. Der direkte Vergleich sprach sogar für uns. Es hat sehr wehgetan, weil es in der Schlussphase der Saison Ergebnisse gab, die schon sehr außergewöhnlich waren. Kiel gewann damals mit 14 Toren Differenz gegen Berlin – 37:23 gegen BERLIN!

...das Leben in der Rhein-Neckar-Region: „Ich habe in der Nähe von Kronau gewohnt - nicht weit von Heidelberg entfernt, das in meinen Augen eine wunderschöne Stadt ist. Ich habe mich ein bisschen in die Gegend mit ihren Weinbergen verliebt. Und da ich leidenschaftlich gern koche, weiß ich auch, dass zu gutem Essen ein Glas Wein gehört.“ (Björn Mahr)

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