Training in kleiner Gruppe

Handball-Bundesligist: MT Melsungen Gut gelaunt zurück in die Halle

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Abstand halten: die beiden MT-Profis Julius Kühn (links) und Tobias Reichmann beim Training in der Melsunger Zweifeldhalle. 

„Das Schönste war es“, sagt Arjan Haenen, „die Jungs mal wieder live zu sehen.“ In den vergangenen Wochen hatte der Co-Trainer der MT Melsungen die Spieler des Handball-Bundesligisten wegen der Coronakrise nur virtuell getroffen – in den regelmäßigen Videokonferenzen des Teams. Jetzt organisierten die MT-Verantwortlichen erstmals eine Art Mannschaftstraining – für all jene, die sich zurzeit in Nordhessen aufhalten.

Daran nahmen alle deutschen Profis der Melsunger teil: Julius Kühn, Tobias Reichmann, Finn Lemke, Kai Häfner, Yves Kunkel, Stefan Salger, Michael Allendorf sowie die Nachwuchskräfte Ole Pregler, David Kuntscher und Paul Kompenhans. Die ausländischen Spieler, Trainer Gudmundur Gudmundsson sowie die drei Neuzugänge Silvio Heinevetter, Timo Kastening und Arnar Freyr Arnarsson werden erst kurz vor dem geplanten Vorbereitungsbeginn am 10. Juli wieder in Melsungen erwartet. Vielleicht schon in dieser Woche dürfte die Handball-Bundesliga (HBL) bekanntgeben, wann ein möglicher Saisonstart erfolgt und wie er aussieht.

Co-Trainer der MT: Arjan Haenen. 

Haenen und Athletikcoach Florian Sölter gestalteten nach Absprache mit Gudmundsson die Übungseinheiten in Melsungen. Dabei mussten sich alle Beteiligten an die Vorgaben aus dem Hygienekonzept halten. Am Eingang zur Halle in Melsungen musste sich jeder Spieler in eine Liste eintragen. Sölter und Haenen passten darauf, dass die Abstandsregeln beachtet wurden. Und mit entsprechenden Sprays wurden die Hände desinfiziert.

„Wir haben insgesamt ganz langsam angefangen, damit die Schultern nach der langen Pause nicht zu sehr belastet werden“, erläutert der Niederländer. Würfe aufs Tor? Noch nicht erlaubt. Es wurden nur diverse Passübungen absolviert. „Es tat gut, mal wieder einen Ball in der Hand zu halten. Und ich bin froh, dass ich mal wieder meine rechte Schulter gespürt habe“, erklärt Torjäger Kühn. Auf Abschlüsse verzichtete er schweren Herzens: „Da muss man die nötige Professionalität walten lassen.“

Da das Training ein Teil der von Gudmundsson angekündigten Vor-Vorbereitung ist, arbeiteten die Spieler auch viel im athletischen Bereich. Kühn ist vor allem eine Laufübung, bei der besondere Schrittfolgen und Sprünge eine große Rolle spielen, im Gedächtnis geblieben. „So schnell wie jetzt“, sagt der Nationalspieler schmunzelnd, „war ich noch nie auf der Koordinationsleiter unterwegs.“

Der Rest der Mannschaft arbeitet nach Trainingsplänen des Trainerteams. Weil Spieler wie Lasse Mikkelsen, Marino Maric und Domagoj Pavlovic aber keine Möglichkeit haben, in ihrem jeweiligen Heimatland einer Halle zu trainieren, sollen sie sich anders behelfen. Zum Beispiel mit Würfen gegen eine Mauer.

Quelle: HNA

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