Heute Heimspiel in der Handball-Bundesliga

MT Melsungen gegen HBW Balingen-Weilstetten: Rückenwind einmal anders

Die MT-Melsungen-Torhüter  Nebojsa Simic (rechts) und Silvio Heinevetter (im Hintergrund).
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Auch auf die MT-Torhüter kommt es heute an: Nebojsa Simic (rechts) und Silvio Heinevetter (im Hintergrund).

Die MT Melsungen empfängt in der Handball-Bundesliga heute HBW Balingen-Weilstetten. Ein bisschen Rückenwind kommt von den Fans.

Kassel – Seit fast vier Jahren steht Nebojsa Simic im Tor des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Wer ihn einmal live in der Kasseler Rothenbach-Halle erlebt hat, der weiß, dass dem Vulkan aus Montenegro das Zusammenspiel mit dem Publikum fast genauso wichtig ist wie die Zusammenarbeit mit der eigenen Abwehr. Eine rappelvolle Rothenbach-Halle gab es pandemiebedingt aber schon seit einem Jahr nicht mehr.

Zumindest hatte der Schlussmann jetzt mal wieder einen intensiveren Austausch mit dem MT-Anhang – bei einem ersten virtuellen Treffen.

In Sondertrikots heute im Einsatz: Das MT-Team. Hier von links: Domagoj Pavlovic, Finn Lemke, Lasse Mikkelsen und Julius Kühn.

Zwei Tage vor dem nächsten Heimspiel heute ab 19 Uhr gegen HBW Balingen-Weilstetten beantworteten Simic, seine Teamkollegen Michael Allendorf und Timo Kastening sowie Trainer Gudmundur Gudmundsson und Manager Axel Geerken Fragen von fast 100 Melsunger Fans.

Virtuelles Treffen mit den Fans: Die MT-Profis Timo Kastening (links) und Michael Allendorf in der Geschäftsstelle vor dem Laptop.

„Es ist lange her, dass man sich gesehen hat. Deswegen war es schon ein komisches Gefühl. Mir hat es viel Spaß gemacht“, berichtet Simic. Beide Seiten betonten danach den Wunsch auf eine Wiederholung.

Ganz nebenbei gab die Zusammenkunft im Netz, die von MT-Pressesprecher Bernd Kaiser moderiert wurde, auch etwas Rückenwind für die anstehende Aufgabe gegen die Balinger. „Das war eine schöne Sache“, erklärte Gudmundsson, „wir haben ein Gefühl davon bekommen, dass die Zuschauer immer noch voll hinter uns stehen.“

MT trägt Sondertrikot

Handball-Bundesligist MT Melsungen unterstützt schon seit geraumer Zeit die nordhessische Initiative „Offen für Vielfalt“. Nach dem rassistischen Drohbrief gegen Bundestrainer Alfred Gislason wird die MT heute in einem Sondertrikot auflaufen. Darauf wird zu lesen sein: „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung.“ „Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen und zeigen, dass es bei uns keinen Platz für Diskriminierung und Ausgrenzung gibt“, sagt Marketingchefin Christine Höhmann.

Heute werden allerdings in der Halle wie gewohnt nur ein paar wenige Aufbauhelfer des Bundesligisten für etwas Unterstützung sorgen. Zuschauer sind nach wie vor nicht zugelassen. Dabei könnten die Melsunger noch etwas mehr Anfeuerung gut gebrauchen.

Nach dem Sieg vor einer Woche in Nordhorn gab es für die MT die nächste unfreiwillige Pause – das Heimspiel gegen Meisterschaftsanwärter SG Flensburg-Handewitt wurde wegen der Corona-Probleme bei den Norddeutschen abgesagt. „Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir hätten weiterspielen können“, betont Gudmundsson. Auch wenn die personelle Lage am Wochenende nicht günstig war.

Jetzt hat sich die personelle Situation etwas entspannt. Nur bei Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson sieht es noch schlecht aus. Die in Nordhorn verletzt fehlenden Allendorf, Tobias Reichmann und Ole Pregler sind wieder fit. Hinter dem Einsatz des zuletzt angeschlagenen Kai Häfner steht noch ein Fragezeichen.

Melsunger Einstimmung vor Spiel gegen Balingen

Handball-Bundesligist MT Melsungen stimmt seine Fans am Donnerstag ab 18 Uhr wieder mit „Kurz vor Anpfiff live“ ein. Pressesprecher Bernd Kaiser erwartet wieder interessante Gesprächspartner am Spielfeldrand. Wer die Pressekonferenz verfolgen will, hier gibt es den Link.

Vom Heimspiel der MT Melsungen bietet die HNA einen Liveticker an. Diesen betreut Michaela Streuff. Den Link finden Sie hier.

Simic setzt darauf, dass sein Team die Leistungen der vergangenen Wochen bestätigt: „In der Abwehr hat vieles gut geklappt. Jetzt müssen wir daran anknüpfen und laufen, laufen, laufen.“ Zumal der Kontrahent trotz wechselhafter Vorstellungen in den vergangenen Begegnungen über eine gewisse Qualität verfügt – angefangen bei der Aufbaureihe mit Jona Schoch, Lukas Saueressig und Vladan Lipovina.

Speziell auf das Wiedersehen mit seinem wurfgewaltigen Landsmann Lipovina freut sich Simic. In der Vergangenheit legte der Torwart immer viel Wert darauf, dass der Linkshänder gegen ihn nicht besonders erfolgreich war. Vielleicht erwischt der Torhüter auch diesmal einen guten Tag – die Fans werden ihm die Daumen drücken. (Björn Mahr)

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