Torwart Sjöstrand ein großartiger Rückhalt

Rund um das Europacupspiel der MT Melsungen: Erfolgreich in Schwarz

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Mit Zug zum Tor: Melsungens Roman Sidorowicz kommt gegen Oppelns Abwehr zum Abschluss.

Ein überragender Torwart, ein neues Trikot und ein besonderes Spiel für Melsungens Roman Sidorowicz – rund um den 26:21-Heimsieg der MT-Handballer zum Start der Gruppenphase im EHF-Cup gegen Gwardia Opole gab es noch reichlich Gesprächsstoff.

Der Rückhalt

Drei Tage nach dem umjubelten Erfolg in der Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen gönnte MT-Trainer Heiko Grimm seiner Nummer eins Nebojsa Simic eine Pause. Dafür stand der Schwede Johan Sjöstrand zwischen den Pfosten und avancierte mit 20 Paraden zum Mann des Nachmittages. „Ich habe direkt gut reingefunden“, erklärte Sjöstrand, „mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden, die zweite Hälfte war okay.“ Von den Zuschauern bekam der Skandinavier nach der Partie viel Lob. Auch, weil er mit einem sehenswerten weiten Pass auf Youngster Dimitri Ignatow das 10:5 einleitete. Die Fans auf der Stehtribüne feierten ihn nach der Schlusssirene mit „Johan, Johan“-Sprechchören.

Das Trikot

Zum Start der Europapokal-Gruppenphase lief der Bundesligist in einem neuen schwarzen Trikot in allerdings typischer MT-Optik auf – also mit Kasseler Himmelsstürmer. „Das sieht geil aus“, sagte der Spielmacher und vierfache Torschütze Lasse Mikkelsen begeistert. Es muss auch den Fans gefallen haben. Denn nach dem Online-Verkaufsstart am Samstagabend war am Sonntag kein Trikot mehr zu haben. Die MT hatte die Stückzahl auf 100 begrenzt.

Das besondere Spiel

Einsätze auf der europäischen Bühne sind zwar immer etwas Außergewöhnliches, bei Roman Sidorowicz galt das aber jetzt noch mehr. Denn der Schweizer Profi im MT-Team hat polnische Wurzeln. Zu Junioren-Zeiten bestritt er sogar fast ein Dutzend Spiele für die Auswahl Polens. Oppelns Spielmacher Kamil Mokrzki war damals sogar ein Teamkollege von ihm. „Es war einfach schön, mal wieder die polnische Sprache zu hören“, betonte Sidorowicz. Er selbst kennt zwar nur ein paar Wörter, fühlt sich den Polen aber durchaus verbunden. Sein Vater stammt aus Krakau. „Zum Rückspiel in Oppeln werden wahrscheinlich ein paar Verwandte kommen“, sagte Sidorowicz. Ganz neu sind für ihn Duelle mit polnischen Klubs jedoch nicht. Schon mit Winterthur traf er auf Teams aus dem osteuropäischen Land. Da war schon die EM-Partie im Januar gegen Polen ein noch emotionalerer Moment für ihn.

Das Traumtor

MT-Kreisläufer Marino Maric trägt nicht ohne Grund den Spitznamen Ivano Balic. Denn genau wie die kroatische Handball-Legende greift Maric gern mal in die Trickkiste. Diesmal bereitete der EM-Silbermedaillengewinner, der vor dem Anwurf von MT-Vorstand Axel Geerken geehrt wurde, mit einem fantastischen No-Look-Pass das 11:5 von Kapitän Finn Lemke vor.

Quelle: HNA

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