Bundesligist nach dreiwöchiger Pause wieder im Einsatz

MT-Handballer mit viel Lust gegen Erlangen

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Setzt am Sonntag auf Teamgeist: die MT Melsungen um Trainer Heiko Grimm (links).

Kassel. Drei Wochen wettkampffreie Zeit sind vorbei. Die MT Melsungen erwartet am Sonntag den HC Erlangen und hofft nach zuletzt drei Niederlagen in Folgen auf einen Erfolg vor heimischer Kulisse. 

„Wir sind gut vorbereitet. Jetzt wollen wir raus aus der kleinen Krise“, sagt MT-Rechtsaußen Tobias Reichmann. Fünf Gründe, warum sich ein Besuch des Melsunger Spiels am Sonntag ab 12.30 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle lohnt.

1. Die Stimmung im MT-Team: Drei Tage nach der 28:31-Niederlage im Hessenderby in Wetzlar machte Coach Heiko Grimm seinen Mannen ein Angebot: drei Wochen professionelles Training mit guter Laune. Als Gegenleistung erwartete er hundertprozentigen Einsatz. Jeder Spieler unterschrieb auf einem entsprechenden Poster, das fester Begleiter während der Einheiten war. Nun zieht Grimm ein positives Fazit: „Die Jungs haben sich komplett verausgabt und hatten sogar viel Spaß dabei.“

2. Der Fitness-Zustand: Laufen, Springen, Gewichte stemmen – normalerweise bleibt für ein derartiges Übungsprogramm in der heißen Phase keine Zeit. Die MT nutzte die Spielpause, um noch einmal intensiv im körperlichen Bereich zu arbeiten. „Es war ein guter Mix – und absolut sinnvoll“, betont Kapitän Michael Müller, „wir sind vom Kopf her jetzt viel frischer.“ Zur Abwechslung ging es für ihn und seine Mitstreiter zu einem professionellen Boxtraining.

3. Die Generalprobe: 44 Treffer warfen die Nordhessen beim 44:27-Testspielsieg am Mittwochabend in Hildesheim. Vor allem das Gegenstoßspiel lief wieder deutlich besser. „Wir haben in den vergangenen Wochen wieder mehr Lust auf Handball bekommen“, erklärt Müller. Gegen Erlangen wollen die Melsunger endlich mal wieder ihre Konter-Qualitäten unter Beweis stellen. Trotz teilweise guter Deckung liefen sie nur zwei, drei Gegenstöße pro Partie. „Dabei macht es besonders viel Spaß, die leichten Tore zu werfen. Und es gibt Selbstvertrauen“, sagt Reichmann, der als Außen die erste Welle verkörpert: „Wir haben das Handballspielen nicht verlernt. Bei uns war nur vieles Kopfsache.“

Am Sonntag muss die MT allerdings zeigen, wie sie mit Druck umgehen kann. „Bei uns hat jeder gemerkt, dass wir als Mannschaft agieren müssen“, berichtet Grimm. Gegen Erlangen will er Teamgeist sehen.

4. Der Kampf um Platz sieben: Nach vorn geht für die MT zwar nichts mehr, den siebten Rang möchten die Nordhessen aber nicht hergeben. Aktuell stehen die Leipziger mit zwei Spielen mehr auf dem Konto vor den Melsungern. Mit einem Erfolg würden die Nordhessen wieder an den Sachsen vorbeiziehen. „Wir wollen wieder attraktiven Handball spielen, denn sonst wird es auch in den folgenden Begegnungen schwer zu bestehen“, stellt Kapitän Müller klar. Die MT muss unter anderem noch bei den Rhein-Neckar Löwen (24. Mai) und beim SC Magdeburg (3. Juni) sowie im letzten Saison-Heimspiel gegen Berlin (27. Mai) antreten. Fehlen wird Melsungen lediglich der verletzte Finn Lemke.

5. Der Gegner: Die Franken stehen als Tabellen-13. jenseits von Gut und Böse. „Die Erlanger können befreit aufspielen“, warnt Grimm. Zudem bieten die Gäste mit Torwart Nikolas Katsigiannis und Spielmacher Michael Haaß, immerhin Weltmeister von 2007, erfahrene Kräfte auf.

Hinweis:Bis Freitag wurden 4000 Karten verkauft. Tickets gibt es noch ab Sonntag ab 11 Uhr an der Tageskasse.

Quelle: HNA

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