Er ist diesmal nur Zaungast

MT-Ersatztorwart Mathias Lenz bei Ex-Klub Ludwigshafen nicht im Einsatz

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Das war nach der Winterpause: Mathias Lenz half nach dem Ausfall der etatmäßigen Torhüter bei der MT aus.

Kassel/Ludwigshafen. Am Donnerstag gastiert die MT Melsungen beim Ex-Klub von MT-Ersatztorwart Mathias Lenz. Auflaufen wird er aber nicht. Dennoch ist er in Ludwigshafen dabei- als Zaungast.

Am Training des Bundesligisten MT Melsungen hat er seit mehreren Wochen schon nicht mehr teilgenommen. Aber das musste Handball-Torwart Mathias Lenz auch gar nicht, weil die etatmäßigen Schlussleute Johan Sjöstrand und Nebojsa Simic inzwischen fit sind.

Der im Winter nachnominierte Lenz wird jedoch voraussichtlich am Donnerstag mal wieder mit in der Melsunger Kabine sein. Dann gastiert die MT ab 19 Uhr (live bei Sky) bei den Eulen aus Ludwigshafen, und der Ersatzkeeper, der bei den Nordhessen noch einen Vertrag bis Saisonende besitzt, hat es aus seinem Wohnort Mannheim nicht so weit bis zur Friedrich-Ebert-Halle. „Matze ist bei uns immer herzlich willkommen“, betont MT-Trainer Heiko Grimm. Außerdem spielte Lenz selbst für die Friesenheimer.

„Ich werde mich nicht mit der Melsunger Mannschaft aufwärmen“, erklärt Lenz, „ich bin nur Zaungast.“ Dabei hält sich der 33-Jährige nach wie vor fit. Regelmäßig trainiert er im Athletikzentrum am Olympiastützpunkt in Mannheim. „Mit einer gewissen Erfahrung weiß man, was einem als Torwart guttut.“

Die Entwicklung bei der MT verfolgt er aus der Ferne – Lenz arbeitet als Lehrer am Ludwig-Frank-Gymnasium in Mannheim und unterrichtet in den Fächern Sport, Geografie und Politik. Über den Sieg der Melsunger gegen Erlangen hat er sich riesig gefreut. Lenz steht nach wie vor in gutem Kontakt zu den Müller-Brüdern.

Naturgemäß noch enger ist seine Verbindung zu den Eulen aus Ludwigshafen. Lenz sagt lächelnd: „Da treffe ich nur Freunde.“ Dazu zählen etwa Trainer Benjamin Matschke, die Rückraumspieler Gunnar Dietrich und David Schmidt sowie Kreisläufer Kai Dippe. Zusammengespielt hat Lenz auch noch mit einem gewissen Philipp Grimm, dem 33 Jahre alten, ehemaligen Linksaußen. Er fungiert mittlerweile als Teammanager bei den Eulen – und ist der Cousin von MT-Chefcoach Heiko Grimm. Als dieser noch in Luzern in der Schweiz tätig war, holte er sich bei Philipp Grimm ein paar Tipps ein, wenn er nach potenziellen Verstärkungen aus der 2. Bundesliga Ausschau hielt. Beide Grimms haben ihre Handball-Karriere in Kirchzell begonnen.

Um sich über die Qualitäten der stark abstiegsgefährdeten Ludwigshafener zu informieren, dürfte Heiko Grimm allerdings eher bei Mathias Lenz nachfragen. „Die Eulen haben keinen Star im Team und treten mannschaftlich sehr geschlossen auf“, meint der Torwart. Die Kurpfälzer benötigen unbedingt noch Punkte, um den Ligaverbleib sichern zu können, und werden sich gegen die MT förmlich zerreißen. Dabei dürfte die 2200 Zuschauer fassende Halle wieder voll sein. „In der Stadt drücken Friesenheim alle die Daumen“, erklärt Lenz.

Beim letzten Saison-Heimspiel der Melsunger am 27. Mai gegen Berlin soll der Torwart neben den anderen scheidenden MT-Profis verabschiedet werden. Ob Lenz nach dem Sommer noch einmal bei einem Klub ins Tor zurückkehren wird, bleibt abzuwarten. „Es hat mir in Melsungen viel Spaß gemacht“, sagt der Routinier, der vor seinem Engagement in Nordhessen schon im Handballer-Ruhestand war. „Wenn ich etwas Passendes finden und das Gesamtpaket stimmen sollte, würde ich schon gern noch mal spielen.“

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Quelle: HNA

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