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MT Melsungen: Kroate Marino Maric trifft achtmal gegen Dänen - „Ich habe meine Chance genutzt“

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Von: Björn Mahr

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Tolle Leistung: Marino Maric (mit Ball, hier gegen Simon Hald) warf acht Tore gegen Dänemark.
Tolle Leistung: Marino Maric (mit Ball, hier gegen Simon Hald) warf acht Tore gegen Dänemark. © Attila Kisbenedek/afp

Trotz einer 25:27-Niederlage der kroatischen Handball-Nationalmannschaft in der EM-Hauptrunde gegen Dänemark zeigte Marino Maric vom Bundesligisten MT Melsungen eine Top-Leistung.

Kassel - Als die kroatischen Journalisten am spielfreien Sonntag für O-Töne in die Budapester Handball-Arena kamen, war Kreisläufer Marino Maric vom Bundesligisten MT Melsungen in der Mixed-Zone ein gefragter Interviewpartner. Kein Wunder, denn der 31-Jährige hatte trotz der knappen 25:27-Niederlage der Kroaten am Vorabend bei der EM gegen Weltmeister Dänemark eine Top-Leistung geboten.

„Ich habe meine Chance bekommen und sie auch genutzt“, freute sich der für die Europameisterschaft nachnominierte Maric über seine tolle Ausbeute. Bei neun Versuchen gelangen ihm acht Tore. Die Quote von 89 Prozent ist besonders zu erwähnen, da bei den Dänen der Kieler Welthandballer Niklas Landin zwischen den Pfosten stand.

„Wir haben gut gekämpft“, betonte Maric trotz der Niederlage. Mehr hatte allerdings die Pleite zuvor gegen Montenegro und seinen Vereinskameraden Nebojsa Simic geschmerzt: „Das war eine kalte Dusche.“ Die Montenegriner können die Kroaten noch in der Tabelle überflügeln.

Eine Chance auf das Erreichen des Halbfinales haben Maric und seine Kollegen vor den verbleibenden Begegnungen gegen die Isländer (heute, 15.30 Uhr, Sportdeutschland.tv) und am Mittwoch (18 Uhr) gegen Turnier-Überraschung Niederlande jedoch nicht mehr. „Wir wollen mit zwei Siegen einen positiven Eindruck hinterlassen und damit den Nationalmannschaftskult in Kroatien erhalten“, stellt der Kreisläufer klar.

Vor ein paar Tagen liefen Maric im Hotel Helia in Budapest Arnar Freyr Arnarsson und Elvar Örn Jonsson über den Weg, zwei Kollegen aus Melsungen. Die beiden isländischen Nationalspieler wurden aber inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet. Sollte sich Island mit dem ehemaligen MT-Coach Gudmundur Gudmundsson für das Halbfinale qualifizieren, könnte das Duo zumindest theoretisch noch einmal bei der Europameisterschaft eingesetzt werden. (Björn Mahr)

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