Anwurf am heutigen Sonntag um 15 Uhr

MT Melsungen hofft auf Sieg im Hessenderby in Wetzlar

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Auch im Hinspiel ging es mächtig zur Sache: Philipp Müller (links) prallt am Wetzlarer Abwehrblock mit Anton Lindskog und Jannik Kohlbacher ab. Rechts im Bild: MT-Kreisläufer Felix Danner. 

Kassel. Nach der Niederlage bei der TSV Hannover-Burgdorf und der Heimpleite gegen den TV Hüttenberg bestreitet Handball-Bundesligist Melsungen heute ab 15 Uhr (Sky) im April sein drittes Punktspiel.

„Nein“, sagt MT-Rechtsaußen Arjan Haenen, „ich möchte nicht dreimal hintereinander verlieren. Und schließlich haben wir auch etwas gutzumachen.“ Die Aufgabe ist für Haenen und seine Kollegen äußerst knifflig: Es geht in die Rittal-Arena zur HSG Wetzlar – und das Hessenderby steckt immer voller Brisanz. 

„Ein 50:50-Spiel“, sagt Melsungens Kreisläufer Marino Maric. Der neue MT-Coach Heiko Grimm hat gute Erinnerungen an die HSG-Heimspielstätte. 2005 war er mit der SG Wallau-Massenheim zur Eröffnung der Arena in Wetzlar zu Gast und steuerte zehn Treffer zum 28:27-Auswärtssieg seines Teams bei. Kurios: Damals hütete der aktuelle MT-Manager Axel Geerken den Kasten der HSG.

Grimm hofft, dass sein erstes Auswärtsspiel als Melsunger Chefcoach besser läuft als die Heimpremiere: Vor einer Woche gab es ein schmerzhaftes 26:28 gegen Hüttenberg. „Wir haben die Partie richtig analysiert und klare Worte gefunden“, erklärt der Nachfolger des entlassenen Michael Roth. Grimm erwartet eine kämpferische HSG: „Wir müssen gut dagegenhalten.“

Durch einen Erfolg würde die MT mit einem guten Gefühl in die dreiwöchige Wettkampfpause gehen. Ihren nächsten Einsatz haben die Nordhessen dann erst wieder am Sonntag, 13. Mai, ab 12.30 Uhr gegen den HC Erlangen. Wie oft die Spieler während dieser Zeit in der Trainingshalle verbringen werden, hängt auch vom Ausgang des Hessenderbys ab.

Die personelle Situation ist kaum anders als vor dem Hüttenberg-Spiel. Finn Lemke muss wegen einer Muskelverletzung wohl noch pausieren. Dagegen dürften die beiden angeschlagenen Rückraumakteure Philipp Müller und Lasse Mikkelsen bis zum Sonntag wieder fit sein. Auch die Hausherren sind wohl nicht komplett. Der erfahrene Evars Klesniks muss voraussichtlich erneut passen.

Für die Mannschaft von HSG-Coach Kai Wandschneider steht Anfang Mai ein besonderes Ereignis an. Am 5./6. Mai findet das Final Four im DHB-Pokal in Hamburg statt – und die Mittelhessen sind zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder in der Barclaycard-Arena dabei. „Das hängt natürlich in den Köpfen, das ist ein Highlight für uns“, räumt Wandschneider ein. Er stellt aber auch klar, dass sein Team jetzt in der Bundesliga nicht nachlassen wird: „Wir wollen die Spannung hochhalten.“ Im Hinspiel setzte sich Melsungen auch dank eines überragenden Torwarts Nebojsa Simic klar mit 29:22 durch. Der Sieg dürfte ein Mutmacher sein. „Wetzlar liegt uns etwas besser als Hüttenberg“, meint der Niederländer Arjan Haenen, „das wird ein ganz anderes Spiel als am letzten Sonntag.“

Quelle: HNA

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