Bundesligist steht vor zwei wichtigen Spielen

Was sich die Handballer der MT Melsungen zu Weihnachten wünschen

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Freut sich auf die Spiele rund um die Festtage: Melsungens Philipp Müller. 

Die schönste Zeit des Jahres können die Handballer aus der Bundesliga nicht so genießen wie einige andere Profisportler. Für die Handballer heißt es zu Weihnachten traditionell: trainieren und spielen.

Im Fall der MT Melsungen meint es der Spielplan allerdings recht gut: Zwischen den letzten beiden Partien des Kalenderjahres liegt eine Woche: Heute gastiert die MT ab 19 Uhr in der Schwalbe-Arena beim VfL Gummersbach, am nächsten Donnerstag findet zur selben Zeit in der bereits ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle das Hessenderby gegen die HSG Wetzlar statt.

Wir haben eine Liste mit Wünschen der Melsunger für die Festtage zusammengetragen:

1. Zwei Siege zum Jahresabschluss: Seit Ende November wartet die MT auf ein Erfolgserlebnis – mit den wachsenden personellen Problemen nahmen auch die Schwierigkeiten im sportlichen Bereich zu. Nach dem Aus im Pokal-Viertelfinale beim THW Kiel folgten in der Liga Niederlagen in Stuttgart, vor heimischer Kulisse gegen Flensburg und in Lemgo. Sollten sich die Nordhessen an den beiden kommenden Spieltagen schadlos halten, würden sie zumindest als Tabellensechster in die Pause gehen. „Wir haben jetzt mehr auf der mentalen als auf der taktischen Schiene gearbeitet“, erklärt Melsungens Trainer Heiko Grimm. „Die Jungs müssen etwas lockerer werden und sollen einfach Handball spielen.“

2. Keine weiteren Ausfälle:Die MT hat zurzeit so viele Langzeitverletzte, dass es durchaus für zwei Saisons gereicht hätte. „Ich wünsche mir, dass wir vier Punkte holen und alle gesund bleiben, damit wir frohen Mutes ins Jahr 2019 blicken können“, sagt Kapitän Finn Lemke. In Gummersbach werden den Melsungern Julius Kühn, Marino Maric, Domagoj Pavlovic, Michael Allendorf und Timm Schneider fehlen.

3. Zwei stimmungsvolle Abende: „Die Spiele rund um Weihnachten sind ganz besonders schön“, sagt Routinier Philipp Müller, „die Hallen sind richtig voll, und es herrscht ein sehr familiäres Ambiente.“ Tatsächlich kommen immer viele Kinder zu diesen Partien und jubeln kräftig den Bundesliga-Profis zu.

4. Mehr Kaltschnäuzigkeit im Angriff: Der dänische Spielmacher Lasse Mikkelsen kann in Anbetracht der Verletztenmisere kaum verschnaufen. Auch Kreisläufer Felix Danner bekommt zurzeit wenig Gelegenheit sich zu erholen. „Es müssen jetzt noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden“, sagt Grimm und hofft darauf, dass sein Team die Chancen besser nutzt als zuletzt in Lemgo.

5. Die nötige Entschlossenheit bei der Abwehrarbeit: In Gummersbach treffen die Melsunger auf einen spielstarken Iraner: Pouya Norouzi. „Von ihm gehen alle Angriffsaktionen aus“, warnt Grimm vor dem schnellen Mittelmann. Beim Sieg im Hinspiel hatte die MT den Regisseur in der 6:0-Deckung recht gut im Griff. Aber auch eine 5:1-Formation könnte ein probates Mittel gegen Norouzi sein.

6. Eine entspannte Weihnachtsfeier: So wie sich Arbeitskollegen kurz vor den Festtagen treffen, so kommt auch die MT-Mannschaft noch einmal fernab von Toren und Trainingsgeräten in gemütlicher Atmosphäre zusammen. Neben den Spielern und ihrem Anhang sind auch die Teamverantwortlichen, die Mitarbeiter der Geschäftstelle sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats bei der internen Veranstaltung in Kassel dabei.

7. Ein paar besinnliche Stunden mit der Familie:Für Lemke wird Heiligabend ein besonderes Erlebnis. In diesem Jahr wurde er erstmals Vater, und es ist das erste Weihnachtsfest für seinen Sohn. Zwar stehen am Wochenende Übungseinheiten auf dem Plan, am 24. und 25. Dezember wird bei der MT aber nicht trainiert. zur Freude von Lemke: „So können wir die Zeit zumindest ein bisschen genießen.“ 

Quelle: HNA

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