Interview

MT-Handballer Kai Häfner: „Der Kopf hat ganz schön gebrummt“

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Hat großen Respekt vor dem Höhenflug der Hannoveraner: Kai Häfner spielte bis zum Sommer für dem Niedersachsen. 

Nächster Hit bei der MT Melsungen: Der Handball-Bundesligist empfängt am Sonntag um 16 Uhr Tabellenführer Hannover-Burgdorf in der Kasseler Rothenbach-Halle. Im Fokus: Kai Häfner. 

Auch wenn er erst seit drei Monaten für die MT Melsungen tätig ist – aus dem Angriffsspiel des nordhessischen Handball-Bundesligisten ist Kai Häfner schon nicht mehr wegzudenken. Ausgerechnet für die Begegnung mit seinem ehemaligen Klub TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag ab 16 Uhr (Rothenbach-Halle Kassel) aber droht der 30-Jährige wegen einer Gehirnerschütterung auszufallen.

Wir haben mit Häfner über sein verletzungsbedingtes Ausscheiden beim 30:27-Pokalerfolg in Leipzig, die Aussichten für das kommende Topspiel und die jüngsten Erfolge mit dem Melsunger Team gesprochen.

Kai Häfner über...

... den Dienstagabend und die Folgen: „Es geht mir wieder besser. Am Spielabend und auch am Tag danach hat der Kopf ganz schön gebrummt. An ein Training war in den letzten Tagen nicht zu denken. Deshalb muss man sehen, was unsere medizinische Abteilung am Samstag sagt.

... den Zweikampf mit Philipp Müller: „Ich habe mir die Szene noch nicht auf Video angesehen. Ich möchte dazu auch nichts mehr sagen. Jeder, der das Spiel gesehen hat, weiß, was da passiert ist. Ich kann nur sagen, dass mir erst einmal richtig schwindlig war. Zwar bin ich etwas später noch einmal aufs Feld zurückgekehrt, aber ich habe schnell gespürt, dass es nicht mehr weitergeht.

... die Chancen auf einen Einsatz am Sonntag: „Bei einer Zerrung kannst du es gut abschätzen, wie lange du ausfällst. Aber bei einer Gehirnerschütterung weißt du nicht, was das heißt. Ich habe auch selbst kein Gefühl.“

... das Duell mit Hannover:„Meine Ex-Mannschaft spielt bislang eine überragende Runde. Sie strotzt jetzt nur vor Selbstvertrauen. Aber wir spielen zu Hause – und da ist die Marschrichtung klar.

... den guten Start seines ehemaligen Klubs: „Mich hat dieser Beginn nicht überrascht. Hannovers Team besitzt eine Riesenqualität, und dazu kommen noch zwei super Trainer. Mit einem guten Start im Rücken spielt es sich natürlich leichter. Dass Hannover die ersten sieben Punktspiele gewinnt, war aber nicht unbedingt zu erwarten.“

... die kleine Serie der MT:„Wir haben in allen Bereichen eine Schippe draufgelegt. Jetzt ist wichtig, nicht nachzulassen und weitere Schwächephasen zu vermeiden. Abwehr und Torwart funktionieren immer besser – das gibt uns die Möglichkeit, Gegenstöße zu laufen. Und der Gegner tut sich automatisch schwerer. Wir haben ein tolles Team – die Stärke im Kader müssen wir aber noch besser ausnutzen.“

... seine ersten drei Monate bei der MT Melsungen: „Ich fühle mich in Kassel sehr wohl. Es war eine sehr ereignisreiche Zeit. In den vergangenen Wochen lief es deutlich besser. Sportlich ist bei mir, aber auch bei der Mannschaft noch einiges möglich.“

Zur Person: Kai Häfner

Kai Häfner (30) spielt seit dieser Bundesliga-Saison für die MT Melsungen. Zuvor war er fünf Jahre für die TSV Hannover-Burgdorf im Einsatz – zeitweise war er sogar der Kapitän. Der aus Schwäbisch Gmünd stammende Häfner ist aktueller deutschen Nationalspieler. Er lebt mit Frau Saskia in Kassel.

Quelle: HNA

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