Anwurf heute um 19 Uhr

MT Melsungen erwartet Tusem Essen – Fünf Aufgaben für das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson

Voller Einsatz: Felix Danner (rechts) und Arnar Freyr Arnarsson von der MT Melsungen.
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Voller Einsatz: Felix Danner (rechts) und Arnar Freyr Arnarsson von der MT Melsungen.

Gerade einmal 55 Tage ist es her, dass Handball-Bundesligist MT Melsungen beim Traditionsklub Tusem Essen zu Gast war. Nach ausgeglichener erster Hälfte setzten sich die Nordhessen Mitte Februar noch mit 35:28 durch. Bereits heute ab 19 Uhr stehen sich die beiden Mannschaften zum Rückspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle gegenüber.

Kassel – Gerade einmal 55 Tage ist es her, dass Handball-Bundesligist MT Melsungen beim Traditionsklub Tusem Essen zu Gast war. Nach ausgeglichener erster Hälfte setzten sich die Nordhessen Mitte Februar noch mit 35:28 durch. Bereits heute ab 19 Uhr stehen sich die beiden Mannschaften zum Rückspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle gegenüber. Nach zwei unglücklichen Heimniederlagen zuletzt gegen Balingen und die Rhein-Neckar Löwen benötigen die Melsunger zwei weitere Punkte.

Dazu gilt es, fünf Aufgaben zu erfüllen.

Der Melsunger Kapitän in Aktion: Finn Lemke.

1. Sicher in der Abwehr stehen. Es hat etwas von einer Binsenweisheit – aber im Fall der MT ist es besonders wichtig, die Stabilität in der Deckung zu betonen. Denn die Mannschaft hatte zuletzt im Defensivzentrum alles andere als die Qual der Wahl. „Jetzt haben wir wieder mehr Möglichkeiten“, freut sich Trainer Gudmundur Gudmundsson mit Blick auf die personelle Situation. Arnar Freyr Arnarsson macht enorme Fortschritte, und auch bei Kapitän Finn Lemke besteht Hoffnung, dass er gegen Essen ins Team zurückkehren kann. Damit kann Melsungen sowohl in einer 6:0- als auch in einer 5:1-Formation verteidigen.

2. Mit Köpfchen spielen. Im Hinspiel bestraften die Essener praktisch jeden kleinen Fehler der MT mit einem Gegenstoßtreffer. „Wir müssen auch unsere Angriffe gut ausspielen“, stellt Gudmundsson klar. Das heißt, dass Domagoj Pavlovic und dessen Ersatz Lasse Mikkelsen klug Regie führen müssen. Und dass sie für die Nebenleute Kai Häfner sowie den früheren Essener Julius Kühn die beste Wurfposition kreieren oder auch die Bälle zu den Außen bringen müssen. Dort wollen Timo Kastening (oder Tobias Reichmann) sowie Yves Kunkel (oder Michael Allendorf) eingesetzt werden. „Einsatzbereitschaft und Kampfgeist passen. Jetzt müssen wir es auch noch schaffen, dass wir uns über die 60 Minuten spielerisch kaum Schwächephasen erlauben“, betont Kreisläufer Felix Danner. Die hohe Zahl an technischen Fehlern und Fehlwürfen hatte den MT-Verantwortlichen in den vergangenen Wochen einiges Kopfzerbrechen bereitet.

3. Einen schnellen Rückzug hinbekommen. Praktisch eine Ergänzung zum vorherigen Punkt. Denn weil der Tusem seine Stärken im Konterspiel hat, müssen die Nordhessen bei einem möglichen Ballverlust rasch zurücklaufen und sich schnell in der Deckung formieren.

MT stimmt Fans mit „Kurz vor Anpfiff“ ein

Am Donnerstag ab 18 Uhr sendet Handball-Bundesligist MT Melsungen bei Youtube und Facebook aus der Kasseler Rothenbach-Halle. Zu den Interviewgästen von MT-Pressesprecher Bernd Kaiser bei „Kurz vor Anpfiff“ gehört auch der zurzeit für Essen spielberechtigte MT-Profi Dimitri Ignatow. Auch eine Überraschung seitens ist während des 30-minütigen Warm-Ups geplant. Den Link gibt es hier. Nach dem Spiel wird auch die Pressekonferenz live gezeigt. Die HNA bietet von der Partie einen Liveticker an. Den betreut Manuel Kopp.

4. Den Gegner ernstnehmen. Kapitän Lemke rechnet mit einer schweren Prüfung für seine Mannschaft: „Die Essener werden sehr heiß sein, weil auch ihre Konkurrenten im Abstiegskampf gepunktet haben.“ Er erwartet deshalb ein „kampfintensives Spiel“. Wie gefährlich das Team aus dem Ruhrpott ist, zeigen Ergebnisse aus den vergangenen Wochen. Der Tusem mit seinem jungen Trainer Jamal Naji schlug Stuttgart 27:20 und Minden gar 29:20. „Es sind ganz andere Vorzeichen als vor dem Hinspiel“, mahnt auch Danner zur Wachsamkeit. Und der Gast hat mit Rechtsaußen Dimitri Ignatow auch einen guten Bekannten im Kader, der gegen die alten beziehungsweise wieder zukünftigen Kollegen sicher einiges zeigen möchte.

Essener Rechtsaußen: Dimitri Ignatow.

5. Dem Nachwuchs die Chance geben. Erinnern Sie sich noch an die Schlussphase des Hinspiels? Da bekam Julian Fuchs aus der zweiten Mannschaft der MT seine Bewährungschance – und verwandelte den Siebenmeter im Stile eines alten Hasen. Rechtsaußen Fuchs fällt zwar nun wegen eines Mittelhandbruchs aus, aber das eine oder andere Talent könnte sich auch heute Abend hervortun. (Björn Mahr)

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