Melsunger verlieren Finale gegen Bergischen HC

MT-Handballer scheitern diesmal im Siebenmeterwerfen

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Mit Zug zum Tor: Melsungens Kai Häfner (links, hier im Finale gegen Linus Arnesson). 

Eine Woche nach dem Finalsieg beim Sparkassencup gegen den SC Magdeburg musste Handball-Bundesligist MT Melsungen auch beim dextra-FM-Cup in der ÖVB-Arena in Bremen in ein Siebenmeterwerfen.

Diesmal hatte das Team von Trainer Heiko Grimm nicht das glücklichere Ende für sich: Mit 31:32 (27:27/14:24) musste sich die MT dem Klassenkameraden Bergischer HC geschlagen geben.

„Wir haben in allen Bereichen noch Luft nach oben“, bilanzierte Grimm. Das Finale bildete für die MT den Abschluss eines viertägigen Traininingslagers.

Im Siebenmeterwerfen trafen Lasse Mikkelsen, Julius Kühn und Michael Allendorf für die Melsunger. Der Fünfte der Vorsaison geriet dennoch arg unter Druck, weil Dimitri Ignatow und Tobias Reichmann jeweils an BHC-Schlussmann Christopher Rudeck scheiterten. Doch MT-Torwart Nebojsa Simic hielt seine Mannschaft – wie schon eine Woche zuvor – im Spiel und wehrte zwei Würfe ab. Dann traf zwar Mikkelsen, Ignatow hatte aber ein weiteres Mal gegen Rudeck das Nachsehen.

Während der regulären Spielzeit war es über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel. Dann setzten sich die Bergischen Löwen bis auf 25:20 ab. Allerdings kämpfte sich Melsungen, das in der zweiten Hälfte die angeschalagenen Felix Danner und Kai Häfner schonen musste, in die Partie zurück: Aus einem 24:27 machte der Favorit ein 27:27. Dabei parierte Tormann Johan Sjöstrand in der Schlussminute einen Ball des Ex-Melsungers Jeffrey Boomhouwer. Praktisch mit der Schlusssekunde verwandelte Mikkelsen einen Strafwurf zum 27:27. Der Däne war neben Marino Maric (beide 5) und Häfner (4) beim Abschluss besonders erfolgreich.

Den Einzug ins Endspiel hatten die Nordhessen mit einem 30:27 (15:15)-Sieg über die TSV Hannover-Burgdorf sichergestellt. „Es war wieder kein perfektes Spiel von uns“, bedauerte Trainer Heiko Grimm, „wir haben wie schon in den vorherigen Tests den Sack nicht frühzeitig zugemacht.“ Acht Minuten vor Ende lag die MT mit vier Treffern Abstand vorn, vergab aber dann zwei schnelle Gegenstöße. So fiel die Vorentscheidung erst kurz vor Ende.

Positiv war allerdings das Zusammenspiel von Neuzugang Häfner mit Kreisläufer Maric. Der ehemalige Hannoveraner warf nicht nur fünf Treffer selbst, sondern bereitete auch drei Tore des Kroaten vor. Zu den besten Werfern der MT gehörte zudem Rückraumspieler Julius Kühn, der 30 Minuten zum Einsatz kam. Grimm befand: „Vier Treffer bei vier Versuchen – Julius hat große Fortschritte gemacht.“

Quelle: HNA

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