MT-Kapitän Michael Müller blickt vor Restrundenstart zurück

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Klare Ansage: MT-Kapitän Michael Müller (links) im Austausch mit Torwart Johan Sjöstrand.

Kassel. Am Dienstag absolvieren die Handballer der MT Melsungen den letzten Härtetest vor dem Beginn der Bundesliga-Restrunde.

Vor dem ersten Punktspiel am kommenden Sonntag ab 15 Uhr (Rothenbach-Halle Kassel) gegen den SC DHfK Leipzig blicken wir mit Mannschaftsführer Michael Müller nicht nur auf die Vorbereitung, sondern auch auf die kommenden Aufgaben.

Der neue Co-Trainer

Am 10. Januar stiegen die MT-Profis nach zweiwöchiger Pause wieder ins Handball-Training ein. Nachdem die Mannschaft in den vergangenen vier Wochen – unter anderem auf Fuerteventura – verstärkt im Grundlagenbereich gearbeitet hat, geht es nun am Verfeinern der Systeme. Unterstützung erhält Coach Michael Roth dabei von seinem neuen Assistenten, dem Ex-Nationalspieler Heiko Grimm.

Das sagt Kapitän Michael Müller: „Es tut dem Team gut, dass Heiko hier ist. Er hat andere Ideen, bringt neuen Input. Manchmal leitet er auch die Übungseinheiten. So bekommt Schorle, unser Cheftrainer, mal eine andere Sicht auf die Dinge. Das ist sehr positiv für unsere Weiterentwicklung.“

Torwartsituation

In den ersten Pflichtspielen des Kalenderjahres müssen die Melsunger ohne Schlussmann Nebojsa Simic (Muskelbündelriss) auskommen. Damit der Schwede Johan Sjöstrand entlastet werden kann, wurden Fabian Meyfarth (aus der Reserve) und Glenn-Louis Eggert (Jugend) in den Erstliga-Kader mit aufgenommen. Bis zum 15. Februar könnte die MT theoretisch noch einen weiteren Torwart verpflichten.

Das sagt Kapitän Müller: „Es ist bitter, wenn ein Torwart ausfällt. Johan kann aber auch jederzeit überragende Leistungen bringen. Das hat er in den vergangenen Jahren zur Genüge unter Beweis gestellt.“

Rückraum rechts

Im Januar verabschiedete sich Dener Jaanimaa kurzfristig in Richtung Lübbecke. Der Este, dessen Vertrag zum Serienende auslief, hatte die MT um die sofortige Freigabe gebeten – und die Melsunger entsprachen dem Wunsch des Spielers. Zum einen, weil auch Rechtsaußen Tobias Reichmann im rechten Rückraum agieren kann. Zum anderen, weil Roth und seine Mitstreiter die Hoffnung haben, dass Gabor Langhans im Verlauf der Rückserie endlich sein MT-Pflichtspieldebüt geben wird. Wegen erheblicher Probleme mit der Patellasehne bestritt der Ex-Lübbecker seit Dezember 2015 kein Erstliga-Spiel mehr.

Das sagt Kapitän Müller: „Für Gabor freut es mich riesig, dass er wieder beim Team ist. Er wird allerdings noch Zeit brauchen, bis er uns im Angriff helfen kann. Wir wissen aber, dass Tobi eine große Hilfe sein kann. Und einer von den etatmäßigen Halblinken kann auch immer mal in den rechten Rückraum ausweichen.“

Aussichten

Noch sieben Heim- und acht Auswärtsbegegnungen haben die Melsunger zu bestreiten. Rundenabschluss für das Roth-Team ist am Sonntag, 3. Juni, in der Magdeburger Getec-Arena. Von den vermeintlichen Spitzenteams empfangen die Nordhessen aber lediglich noch Leipzig (Sonntag) und die Füchse Berlin (27. Mai).

Das sagt Kapitän Müller: „Gegen die Leipziger haben wir nach der Heimpleite im Pokal und der Liga-Niederlage in Sachsen auf jeden Fall etwas gutzumachen. Zu Hause wollen wir keine Punkte mehr liegen lassen. Ansonsten wäre es wichtig, wenn wir von den Topspielen, die wir auswärts haben, mindestens ein oder zwei gewinnen. Unsere Basis ist eine starke Deckung. Wir hatten schon eine sehr gute Abwehr, nun haben wir in diesem Bereich sogar noch ein, zwei weitere Optionen.“

Quelle: HNA

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