Melsunger Handballer gastieren in Rodgau

MT Melsungen im Pokal: Verspätetes Geburtstagsgeschenk für Salger?

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Im rechten Rückraum eine gute Alternative: Melsungens Stefan Salger (links, hier beim Sparkassencup gegen den Lemgoer Isaias Guardiola). 

Etwas zu feiern gab es bei der MT Melsungen schon vor dem Pokal-Auftakt in Rodgau. Gestern wurde Neuzugang Stefan Salger 23 Jahre alt. 

Eine kleine Party für den ehemaligen Ludwigshafener passte allerdings nicht ins Programm. Der Handball-Bundesligist konzentriert sich voll auf die ersten Pflichtspielaufgaben der Saison.

Sollten sich die Nordhessen wie erwartet am Samstag ab 16.30 Uhr gegen den Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe durchsetzen, treffen sie am Sonntag ab 15 Uhr auf den Gewinner der Partie SG BBM Bietigheim gegen Turnier-Gastgeber HSG Rodgau/Nieder-Roden.

„Schön, dass es endlich los geht“, sagt Salger, „wir wollen schon mal zeigen, was wir können.“ Trainer Grimm erwartet „zwei Härtetests“ vor dem Bundesliga-Auftakt am Sonntag, 25. August, gegen Meister SG Flensburg-Handewitt. „Wir sind professionell genug, dass wir unseren Spielern einige Informationen über die Gegner an die Hand geben werden.“

Gefahr geht von Rückraumakteuren

Rimpar tritt zwar wie angekündigt ohne den ebenfalls für Melsungen spielberechtigten Fin Backs an, hat aber noch genügend Qualität im Kader. Der bekannteste Spieler ist der frühere Lemgoer und Balinger Profi Benjamin Herth. Doch mehr Gefahr geht von den Rückraumakteuren Patrick Schmidt, Steffen Kaufmann und Lukas Siegler aus. Auch Torwart Max Brustmann ist zu beachten. Im Endspiel der Auftaktveranstaltung in Rodgau würden es die Melsunger voraussichtlich mit einem alten Bekannten zu tun bekommen: Das Team aus Bietigheim war in der vergangenen Saison noch erstklassig. Trotz des Abstiegs sind der spielstarke Jonas Link sowie Handball-Superstar Michael Kraus den Schwaben erhalten geblieben.

„Das soll nicht respektlos klingen, aber das sind zwei Spiele, die wir gewinnen müssen“, sagt Rechtsaußen Tobias Reichmann, „wir haben schließlich auch den Anspruch, in allen Wettbewerben eine gute Rolle zu spielen.“

Weg zum Finale ist nicht weit

Der Weg zum Final Four am 4./5. April im DHB-Pokal in Hamburg ist nicht so weit. Es fehlen nach diesem Wochenende nur noch zwei Siege: einer im Achtelfinale (1./2. Oktober), einer im Viertelfinale (3./4. Dezember).

„Unsere Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Die Spieler wissen auch, dass die Pflichtaufgaben jetzt näher rücken“, berichtet Grimm. Ein bisschen Arbeit hat er mit seinen Spielern noch vor sich.

Nahezu alle Spieler sind fit. Einziges echtes Sorgenkind ist zurzeit der kroatische Rückraumstratege Domagoj Pavlovic, den nach wie vor Schmerzen im Fuß plagen. Der neu verpflichtete Kai Häfner litt zuletzt unter Bauchmuskelproblemen, dürfte aber am Wochenende einsatzbereit sein. Ansonsten kann ihn im rechten Rückraum auch Salger entlasten. „Ich werde da sein, wenn ich gebraucht werde“, betont der 23-Jährige. Umso mehr, weil er natürlich auf ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk hofft.

Quelle: HNA

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