MT Melsungens Marino Maric wird mit Kroatien Fünfter

Austausch in der Arena Zagreb: Melsungens kroatischer Nationalspieler Marino Maric (links) traf sich am Rande der Europameisterschaft mit seinem Vereinstrainer Michael Roth. Foto: privat

Kassel. Mit der erhofften Medaille wurde es zwar nichts. Zumindest gewann Marino Maric von der MT Melsungen aber mit der kroatischen Handball-Nationalmannschaft bei der Heim-EM das Spiel um Platz fünf gegen das Überraschungsteam aus Tschechien.

Unter den Augen seines Melsunger Trainers Michael Roth, von MT-Manager Axel Geerken sowie einigen Handball-Fans aus Nordhessen kam Maric in beiden Halbzeiten sporadisch zum Einsatz.

„Es war schön, dass ich mit Michael Roth danach noch ein bisschen plaudern konnte“, berichtete der 27-Jährige. Moralische Unterstützung erhielt Maric in der Arena auch von seinem Sohn Carlos und seinem in Zagreb lebenden Schwiegervater.

„Die Enttäuschung ist nach wie vor groß, dass wir es nicht ins Halbfinale geschafft haben. Immerhin ist es uns gelungen, das Turnier mit einem Sieg zu beenden“, bilanzierte der Kreisspieler, „das ist etwas Positives.“ Vor zwei Jahren hatte Maric mit der kroatischen Auswahl in Polen Bronze geholt. Nun gingen er und seine Kollegen vor heimischer Kulisse leer aus. „Wir waren am Mittwochabend sehr traurig. Wir wollten unbedingt ins Halbfinale – für unsere Familien, für unsere Fans, für unser Land, aber es hat gegen Frankreich einfach nicht funktioniert“, bedauerte Maric. Im entscheidenden Hauptrundenspiel gegen den amtierenden Weltmeister hatte der EM-Gastgeber 27:30 verloren. Ein Unentschieden hätte zum Weiterkommen gereicht. Der Ausfall des verletzten kroatischen Spielmachers Domagoj Duvnjak wog in dieser Begegnung besonders schwer.

Maric war erst während der Hauptrunde vom Chefcoach Lino Cervar in den 16-köpfigen Kader berufen worden. In insgesamt vier Turnierspielen markierte der 27-Jährige sieben Treffer. Gegen die Tschechen war er einmal erfolgreich, holte einen Siebenmeter heraus und stellte einige wichtige Sperren für die Rückraumschützen. In der Vorrunde in Split kam er nicht über die Zuschauerrolle hinaus. „Das musste ich so akzeptieren. Da haben Emotionen keinen Platz“, erklärte der Bundesligaprofi.

Marino Maric darf sich nun noch ein paar Tage in der kroatischen Hauptstadt ausruhen, ehe er bei der MT wieder ins Training einsteigen muss. Kommenden Donnerstag wird er in Melsungen zurückerwartet.

Quelle: HNA

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