MT Melsungen zur Pause auf Augenhöhe mit Gummersbach

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Bester Melsunger Torschütze: Der Grieche Alexandros Vasilakis traf in Gummersbach zwar sechsmal, konnte damit die 30:34-Niederlage seiner Mannschaft aber auch nicht abwenden.

Gummersbach. Vor knapp einem Jahr gewann die MT Melsungen zuhause erstmals in der Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach. Beim Gastspiel in der Eugen-Haas-Halle konnten die Schützlinge von Trainer Ryan Zinglersen dieses Kunststück aber nicht wiederholen.

Der Altmeister gewann mit 34:30 (15:15) und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Es war wie so oft bei der MT: einer starken ersten Hälfte folgte ein schwächerer zweiter Durchgang. Denn bis zur Pause konnten sich die Nordhessen durchaus Hoffnungen auf Zählbares bei der Mannschaft machen, die zuletzt Kiel und Hamburg so sehr geärgert hatte.

Nach einem starken Auftakt des VfL (7:4, 10.) war es vor allem Spielmacher Vladica Stojanovic, der Melsungen ins Spiel brachte. Mit einigen trickreichen Finten und fünf selbst erzielten Toren brachte der Serbe seine Mannschaft ins Spiel.

Beim 12:12 nach 22 Minuten gelang Felix Danner erstmals der Ausgleich. Und es kam noch besser: In Unterzahl - Danner saß draußen - ging die MT mit 14:12 und nach einem Tor von Grigorios Sanikis mit 15:13 in Führung. Doch mit dem Pausenpfiff sorgte Vedran Zrnic vom Siebenmeterpunkt für den Ausgleich.

Die gute Leistung der ersten 30 Minuten konnten die Gäste dann aber nur noch phasenweise bestätigen. Vor allem Stojanovic baute nun zusehends ab und konnte kaum noch Impulse setzen. Das machte zum Leidwesen der Melsunger fortan ein Gummersbacher. Viktor Szilagyi, dessen Einsatz wegen eines Magen-Darm-Infekts fraglich war, kam dann in der zweiten Hälfte doch aufs Feld und führte seine Mannschaft mit drei Toren und einigen sehenswerten Anspielen zum Sieg. Treffsicherster Akteur des VfL war aber Vedran Zrnic, der achtmal traf, davon viermal per Siebenmeter.

28:23 stand es nach 50 Minuten, bis auf drei Tore kam die MT noch ran (33:30, 58.). Die Mannschaft ließ sich keinesfalls hängen und stemmte sich der drohenden Niederlage entgegen. Am Ende nahm dann sogar Ivan Brouko den überragenden Szilagyi noch in Manndeckung. Die Gummersbacher ließen sich davon aber nicht mehr aus dem Konzept bringen. Und so reichte es für die sichtlich enttäuschten Melsunger wieder nicht für den großen Wurf gegen einen favorisierten Gegner.

Tore Melsungen: Vasilakis (6/1), Stojanovic (5), Sanikis (5), Karipidis (4/2), Tellander (3), Danner (2), Brouko (2), Klitgaard (2), Tzimourtos (1).

Von Andrea Knitter

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