Donnerstag ab 19 Uhr 

MT Melsungen gegen Wetzlar: Ein Derby mit Stars und Sternchen

Tobias Reichmann 

Hessenderby, Teil drei. Nachdem die MT Melsungen in dieser Saison schon im Pokal und in der Bundesliga bei der HSG Wetzlar klar gewonnen hat, steht nun das dritte Kräftemessen der Teams auf dem Plan.

Am Donnerstag ab 19 Uhr erwartet die MT in der Kasseler Rothenbach-Halle den Klub aus Mittelhessen. Wir haben einen etwas anderen Vergleich der beiden hessischen Rivalen vorgenommen:

Glamour-Faktor: 33 000 Menschen folgen Tobias Reichmann auf Instagram – und der MT-Rechtsaußen lässt seine Fans an seinem Handballer-Leben gern teilhaben. Hier Bilder vom Foto-Shooting bei seinem Sponsor Puma, da Schnappschüsse von den Spaziergängen mit seiner Familie in der Kasseler Karlsaue. Die sozialen Netzwerke nutzt auch Wetzlars Torjäger Maximilian Holst. Der Vollbartträger hat bei Facebook mehr als 7000 Fans.

Stefan Kneer

Star-Faktor: Wo wir schon bei Reichmann waren – er gehört zu den weltbesten Handballern auf seiner Position. Da er 2016 Europameister und Olympia-Dritter wurde, gehört er genauso wie seine Melsunger Kollegen Finn Lemke und der zurzeit verletzte Julius Kühn zu den nationalen Handball-Stars. Ganz so prominent ist die HSG nicht besetzt. Zumindest hat sie aber einen aktuellen Vizeweltmeister im Kader: den norwegischen Außen Kristian Björnsen. Und Stefan Kneer war früher Nationalmannschaftskollege von Melsungens Michael Müller.

Jugend-Faktor:Ja, der Nachwuchs spielt in beiden Teams eine besondere Rolle. So bietet Wetzlar im Tor das Eigengewächs Till Klimpke auf, und der 20-Jährige zeigte in dieser Saison schon einige Male seine Klasse – ein aufgehender Stern am Torwarthimmel. Bei den Nordhessen bekam der gebürtige Fuldabrücker Junioren-Nationalspieler Dimitri Ignatow (20) schon einige Einsatzzeiten. Zuletzt rutschten wegen der Verletztenmisere noch weitere Talente ins Aufgebot: Darunter Fin Backs, der ein Zweitspielrecht in Rimpar besitzt.

Eidgenossen-Faktor:Nur wenige Bundesliga-Klubs haben Schweizer Nationalspieler im Kader. Die MT und die HSG bieten je einen eidgenössischen Profi auf. Wetzlar holte vor der Saison Hüne Lenny Rubin aus Thun, Melsungen verpflichtete vor kurzem Roman Sidorowicz aus Winterthur. In der Auswahl ihres Heimatlandes spielen beide im linken Rückraum.

Geld-Faktor:Der Etat der Melsunger liegt bei fünf Millionen, der der HSG wird mit vier Millionen Euro beziffert. Hauptsponsor der MT ist Pharmaunternehmen B. Braun. Bei Wetzlar ist die Licher-Brauerei, die auch lange ein Partner des nordhessischen Gegners war, wichtiger Geldgeber. 

Quelle: HNA

Kommentare