Handball-Bundesliga: MT startet ins Trainingslager nach Fuerteventura

Melsungen fliegt heute in die Sonne

Traumstrand auf Fuerteventura: Doch vom Playa de Jandia werden die MT-Handballer nichts sehen. Foto: dpa

Melsungen. Ist das ein Service: Wenn heute die Spieler der MT Melsungen aus ihrem Heimaturlaub auf Fuerteventura landen, werden sie von ihrem Trainer höchstpersönlich abgeholt. Denn der ist schon da. Seit einer Woche, die Michael Roth zu einer kurzen Phase der Entspannung und zur Vorbereitung des einwöchigen Trainingslagers des heimischen Handball-Bundesligisten nutzte.

Bis auf die verletzten Patrik Fahlgren und Grigorios Sanikis (wir berichteten) hat er alle Mann an Bord, um die konditionellen Grundlagen für die letzten 16 Spiele zu schaffen. Also auch den nach seiner Bandscheibenoperation genesenen Christian Hildebrand. Darüber hinaus gilt es, die Mannschaft vor den wegweisenden Spielen gegen Hildesheim (am 12. Februar in der Rothenbach-Halle) und in Gummersbach so zusammenzuschweißen, dass sie nach elf Partien ohne Sieg endlich die Kurve kriegt. Dazu will Roth „einige gruppendynamische Prozesse in Ganz setzen“.

Die Anwesenheit des kompletten Trainerstabes, des Sportlichen Leiters Alexander Fölker und der Aufsichtsratsvorsitzenden Barbara Braun-Lüdicke lässt indes darauf schließen, dass auf der kanarischen Insel noch mehr auf der Tagesordnung steht. Der Melsunger Coach spricht von einem „Strategietreffen“, bei dem die Weichen für die Zukunft gestellt werden sollen.

„Und angenehmer ist es natürlich, in der Sonne zu planen“, erläutert die MT-Chefin. Eher unangenehm ist die personelle Ausgangslage. Mit Fahlgren fällt ein zweiter Schlüsselspieler aus, Zeitpunkt der Rückkehr ebenso wie bei Sanikis erst mal ungewiss. Nicht nur für Barbara Braun-Lüdicke „ein herber Schlag“, der die Verantwortlichen unter Zugzwang setzt: „Wir müssen etwas tun.“ Auch aufgrund auslaufender Verträge für Michael Schweikardt und Alin Sania.

Da Verstärkungen aber wohl erst für die nächste Saison möglich sind, ist es nötig, schlummernde Potenziale in der Mannschaft zu aktivieren. Etwa die, die sie in den ersten sieben Spielen offenbart hat. Dazu sollen auch Videoanalysen und Einzelgespräche dienen. Den Spielern dürfte also spätestens bei der Ankunft auf dem Flughafen Puerto del Rosario klar sein, dass sie mehr als ein normales Trainingslager auf der kanarischen Insel erwartet. Und dass ihnen deren touristische Reize wohl weitgehend verschlossen bleiben.

Von Ralf Ohm

Quelle: HNA

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